Feuerwehr und Biker kämpfen gegen Leukämie

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Sie werben die lebensrettende
Sie werben die lebensrettende Aktion „Jetzt erst Recht - Gemeinsam gegen Leukämie”: Rabea Karthoff, Bürgermeister Paul Larue und der Initiator Renè Hensch als Vertreter der Löschgruppe Echtz. Foto: Schmitz

Echtz. „Jetzt erst Recht - Gemeinsam gegen Leukämie”. Dürens Bürgermeister Paul Larue hat die Schirmherrschaft über diese Aktion übernommen und unter diesem Schirm bereitet die Löschgruppe Echtz der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Düren ein kleines Bravourstück vor.

Eine Registrierungsaktion am Sonntag, 4. November, von 10 bis 16 Uhr in der Turnhalle der Katholischen Grundschule Echtz an der St.-Michael-Str. 9. Unterstützt werden die Feuerwehrmänner von dem Verein „Biker für soziales Engagement Eschweiler”, die schon in den vergangenen Tagen über 5000 Flugblätter in der Nachbarregion verteilten.

„Werden Sie Stammzellenspender” ist die Bitte von Löschgruppenführer René Hensch, der in seinem Anliegen nicht nur vom Bürgermeister, sondern auch durch Rabea Karthoff von der Knochenmarkspenderdatei (DKMS) unterstützt wird. Aber auch andere wie Volleyball-Bundesligist Evivo rühren kräftig die Werbetrommel, sich registrieren zu lassen. „Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Leukämie”, berichtet Rabea Karthoff. Für viele Patienten besteht dann die einzige Heilungschance in einer Stammzellenspende.

Allerdings sei es unglaublich schwer, einen geeigneten Stammzellenspender zu finden. Für eine Übertragung von Stammzellen müssten die Gewebemerkmale übereinstimmen, was allerdings sehr selten wäre. Daher zähle jeder Einzelne, der bereit sei, sich ein paar Milliliter Blut abzapfen zu lassen.

Ein kleiner Piecks und man könne zum Lebensretter werden. Voraussetzung für potenzielle Lebensretter ist, dass sie zwischen 18 und 55 Jahre alt sind. Mit einem Bluttest (nur fünf Milliliter) werden erste Gewebemerkmale bestimmt. Zeigen diese eine Übereinstimmung mit denen eines Patienten, folgen weiter Tests - allerdings nicht in der Turnhalle. „Und alles ist freiwillig”, betont die Vertreterin der Deutschen Knochenmarkspenderdatei. Das Engagement der Löschgruppe Echtz hatte einen traurigen Anlass mit einem positiven Verlauf: In Düren erkrankte Stefan Pütz (40) an Blutkrebs. Für ihn starteten die Löschmänner zusammen mit dem Biker-Verein eine Typisierungsaktion.

Dem Patienten konnte inzwischen mit Stammzellen geholfen werden. Alle hoffen, dass am kommenden Sonntag möglichst viele den Weg in die Turnhalle finden. Alles ist bestens vorbereitet und ein Kompliment konnte die Löschgruppe schon im Vorfeld von Rabea Karthoff einheimsen. Sie arbeitet am „liebsten mit Feuerwehrleuten, weil diese fast auf jede Situation vorbereitet sind”.

Eine Bitte hatte die Vertreterin der DKMS noch: Die Registrierung eines Lebensspenders kostet die gemeinnützige Gesellschaft 50 Euro. Krankenkassen übernehmen aufgrund der Sozialgesetzgebung die Kosten nicht. Wer also die Registrierung finanziell unterstützen möchte- Geldspenden sind erbeten auf das DKMS Spendenkonto 1200660387, Sparkasse Düren, BLZ 395 501 10, Stichwort MAU 002.
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