Feuchte Keller: Schulleiter fordert schnelle Sanierung

Von: Jörg Abels
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Im Altbau der Heinrich-Böll-Gesamtschule sind die Keller feucht. Die Sanierung ist bislang aber erst für 2018 geplant. Foto: Abels

Düren. Schulleiter Hermann-Josef Geuenich schlägt Alarm: Die aus seiner Sicht dringend notwendige Sanierung des Altbaus der Heinrich-Böll-Gesamtschule („Haus B“) findet sich nicht auf der aktuellen Investitionsliste des Doppelhaushaltsentwurfs 2016/2017.

Gebäudemanager Helmut Harperscheidt hatte noch Gelder angemeldet, die vom Verwaltungsvorstand aber einkassiert wurden. Nach der mittelfristigen Finanzplanung soll die Sanierung jetzt erst 2018 erfolgen.

Für Geuenich ein fatales Signal. Das größte Problem sei im Altbau der feuchte Keller. Drei Klassenräume sind davon betroffen. Räume, die der Schulleiter dringend benötigt. „Aufgrund der größeren Oberstufe, vor allem aber aufgrund der Inklusion, ist unser Raumkonzept auf Kante genäht“, erklärt Geuenich.

Aktuell sind in den betroffenen Kellerräumen Entfeuchtungsgeräte im Einsatz, um gefährliche Schimmelbildung zu vermeiden. Doch die Geräte können nicht rund um die Uhr laufen. Der Geräuschpegel würde keinen Unterricht zulassen.

Daher steht für den Schulleiter fest: „Wenn die Kellerräume nicht in diesem Jahr saniert werden, werde ich sie schließen müssen.“ Und was das bedeuten würde, deutet er ebenfalls an: „Dann können wir zum neuen Schuljahr statt fünf Eingangsklassen nur noch vier bilden.“ Dabei stehen schon heute in der Stadt viel zu wenige Gesamtschulplätze zur Verfügung. Jahr für Jahr übersteigt die Zahl der Anmeldungen die Aufnahmekapazität.

Harperscheidt hat Verständnis für Hermann-Josef Geuenich. Die Deckensanierung im „Haus B“ mit neuen Lampen und modernem Schallschutz könne zwar noch problemlos geschoben werden, der feuchte Keller aber müsste so schnell schnell wie möglich saniert werden.

Das Problem: Nicht alle Außenwände des Altbaus können von außen abgedichtet werden. An der Seite zur Turnhalle muss die Feuchtigkeit mit Injektionen in die Wand bekämpft werden, erklärt der Gebäudemanager. Der Keller könne durchaus unabhängig von den übrigen Arbeiten in Angriff genommen werden.

„Mein Kompromissvorschlag wäre deshalb, noch in 2016 rund 200.000 Euro für die Kellersanierung zur Verfügung zu stellen“, erklärt Harperscheidt. Entscheiden aber müsse das die Politik im Zuge ihrer Haushaltsberatungen. Wenn sie diese Maßnahme zusätzlich in den Haushalt einstellt, muss sie an anderer Stelle kürzen. Oder aber sie greift auf die Mittel zurück, die der Bund finanzschwachen Kommunen bei einem Eigenanteil von zehn Prozent für Investitionen in die kommunale Infrastruktur zur Verfügung stellt.

Düren stehen aus diesem Topf bis Ende 2018 gut zehn Millionen Euro zur Verfügung. 7,3 hat die Verwaltungsspitze im Haushalt bereits eingeplant, weitere 2,7 Millionen stehen derzeit für Maßnahmen in Krankenhäusern bereit.

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