„Fettweiß gegen Rechts“: Jugendliche treten für Flüchtlinge ein

Von: heb
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Jugendliche und Musiker Seite an Seite mit Flüchtlingen „gegen Rechts“. Foto: Buch

Müddersheim. Schon seit einigen Jahren zeigen Jugendliche der Gemeinde Vettweiß in Müddersheim Flagge gegen rechtes Gedankengut. Mit „Fettweiß gegen Rechts“ wollen sie Willkommenskultur „fett“ schreiben. Mitten in der aktuellen Flüchtlingsdebatte ist ihr Thema gerade aktuell wie nie.

Am Samstag versammelten sich über 100 Vettweißer gemeinsam mit rund 30 Flüchtlingen in der Festhalle, um mit der musikalischen Unterstützung von vier Rockgruppen gegen Fremdenhass zu feiern. Ursprünglicher Anlass für die Veranstaltung waren die Aktivitäten eines in Müddersheim lebenden Neonazis gewesen. Dieser treibe zwar weiter sein Unwesen im Ort – neulich habe die Polizei in seinem Haus einen Hitler-Schrein vorgefunden – „in diesem Jahr soll aber nicht das ‚gegen‘ im Vordergrund stehen, sondern das ‚für‘“, betont Alex Nepi.

Gemeinsam mit anderen Jugendlichen hat er die Veranstaltung unter dem Dach der Jugendarbeit der Gemeinde Vettweiß organisiert. „Heute sind wir hier für eine Willkommenskultur“, sagt Nepi. Die Jugendlichen haben einen Busservice organisiert, der es Flüchtlingen aus allen Ortsteilen ermöglicht hat, die Veranstaltung zu besuchen. Auf der Bühne standen „Dilämmer“ aus Vettweiß, „Ape Shack“ aus Drove und Düren sowie „Herr Miesepeters“ und „Forber“ aus Jülich. Alle haben ohne Gage und nur gegen eine Aufwandsentschädigung gespielt.

„Auch der Eintritt ist bewusst kostenlos“, unterstreicht Jugendbetreuer Harald Krug, den hier alle nur Harry nennen, „möglichst viele sollten kommen und ein Zeichen setzen.“ Mit dem Besuch zeigen sich die Veranstalter rückblickend zufrieden: „Wir haben wieder die Präsenz der Menschlichkeit demonstriert, darauf kommt es an!“

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