Festliche Gewänder und eine zauberhafte Realität

Von: bel
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Begleitet von Improvisationen von Mike Osterberg auf der Gitarre eröffnete Hans Rövenich gemeinsam mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Edith Cremer seine Bilderschau. Foto: Elberfeld

Heimbach. Festliche Gewänder allenthalben. Eine getragene Atmosphäre. Es scheint, als ob Maler Hans Rövenich mit seinen unaufgeregten Gemälden in Klein- und Mittelformat eine nahezu meditative Ruhe in das Haus des Gastes in Heimbach getragen habe.

Die zahlreichen Gäste bewegen sich vorsichtig, langsam. Vielleicht wollen sie die meist nachtaktiven Tiere in den Bildern nicht erschrecken. Denn einige Wochen lang werden jetzt Eichhörnchen, Fuchs, Katzen und Kätzchen jeden Alters, Pferde in der Koppel und auf der Weide miteinander im Haus des Gastes auskommen müssen.

Bekannte Landschaften aus der Region, der Rureifel, des Hohen Venns und der Toskana hat Hans Rövenich für seine Ausstellung „Magic Moments – Zauberhafte Realität“ zusammengestellt. Im Mittelpunkt der Landschaften sieht man bekannte Burgen und Schlösser, Stadttore und Kirchen. Neben seiner Heimatstadt Nideggen hat der Maler Gebäude aus dem Freilichtmuseum Kommern und natürlich Monschau mit seinen idyllischen Fachwerkhäusern mit Öl auf Leinwand gebannt. Auf den Hügeln der Toskana wachen Gutshäuser über das Treiben rundum.

Menschen sind in Rövenichs Werken nur in Akten und Porträts zu finden. Da verlässt der Maler die Naturmalerei und wechselt ins Abstrakte. Diese Gemälde sind nicht gerahmt und nicht hinter Glas. Da blinzelt die schicke Ria unter einer Hutkrempe hervor, eine mondäne Frau sucht auf einem Barhocker einen komfortablen Sitz.

„Ein Bild braucht einen Rahmen“, erklärt der Künstler, „weil dieser das Auge des Betrachters in das Zentrum des Bildes hineinlenkt.“ Ein Bild ohne Rahmen ist für Hans Rövenich recht unbelebt.

Und dann hängen da noch die vielen Stillleben, eine einzelne Blüte, eine Lilie, eine Kirschblüte. „Zauberhaft“, findet eine elegante Dame die Arrangements. Ausschnitte eines Birkenwaldes vermitteln einen Hauch von Nachdenklichkeit. Bäuerliche Idylle und ein mediterraner Hafen runden unweit einem Sonnenuntergang die Vernissage ab.

„Ich möchte besonders den Menschen, die nicht so oft in der Natur sein können, möglichst viele Lebewesen in ihrer Umgebung nahe bringen“, nennt Rövenich eine seiner Malintentionen. Und dafür sei es notwendig, Tiere und Pflanzen, Landschaften und Häuser möglichst akribisch zu malen. Schaut der Betrachter genauer hin, so sind bei dem Eichhörnchen alle Härchen genau gemalt, die Balken der Fachwerkhäuser stimmen in Abstand und Farbe. Ziel erreicht.

Gitarre und Cajon

Aufgelockert wurde die Vernissage von Mike Osterberg, der mit Gitarre und Cajon eigene Kompositionen spielte, inspiriert von der Natur. Die Bilderschau dauert bis zum 8. November. Bis zum 31. Oktober sind die täglichen Öffnungszeiten von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr.

Ab dem 1. November reduziert die Öffnungszeit sich auf die Stunden zwischen 14 und 17 Uhr.

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