Festivalsonntag: Jazzparade gestrichen

Von: Christoph Lammertz
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Düren. Die Premiere lockte vor sechs Jahren über 50.000 Menschen in die Innenstadt. Der Dürener Jazzclub feierte „die größte Jazzparade Europas”.

Bei der sechsten Auflage im vergangenen Jahr waren es - vom Veranstalter großzügig geschätzt - noch rund 25.000 Musikfans, die die Parade am Jazztagesonntag sehen wollten.

„Angesichts dieser nachlassenden Resonanz mussten wir vor dem Hintergrund des enormen Aufwands für die Parade umdenken”, sagt Jazzclubvorsitzender Rolf Delhougne.

Und der Denkprozess endete mit der Absage der Jazzparade in ihrer bisherigen Form. An ihre Stelle tritt am Festivalsonntag 2010 (15. August) eine „Streetparade in the City”.

„In kürzester Zeit über 400 Akteure zu einer Parade zu formieren, das ist vor allem beim Festivaltermin in den Sommerferien unheimlich schwierig”, sagt Programmgestalter Nikolaus Bellgardt.

Er will nicht verhehlen, dass auch die Suche nach Sponsoren für die Straßenparade der bisherigen Art schwierig war. „Aber wenn wir zum alten Konzept noch gestanden hätten, hätten wir auch die Finanzierung hinbekommen”, stellt Vorsitzender Rolf Delhougne klar.

Und auch die Gesaltung des „neuen” Jazztagesonntags koste schließlich Geld. „Wir bieten am letzten Tag des Festivals 20 Stunden Live-Musik”, betont Bellgardt.

Im Krankenhaus und in drei Innenstadtkneipen beginnt das Programm schon zum Frühschoppen. Auf der Hauptbühne wird die Musikmaschine um 13 Uhr gestartet. Und der Marktplatz soll mit Marching Bands in eine Arena das Oldstyle Jazz verwandelt werden.

2011 soll dann auch für die vielen Aktiven aus Düren, die sich bisher tänzerisch oder musikalisch an der Jazzparade beteiligt haben, wieder die Möglichkeit zum Mitmachen geschaffen werden.

„Es sind schon Projekte in Planung”, sagt Bellgardt. Mit ihren Darbietungen sollen Tänzer und Akrobaten künftig zwischen den Bühnenprogrammpunkten die Zuschauer unterhalten.
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