Festakt: 20 Jahre stationäres Hospiz gefeiert

Von: Fred Schröder
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„Den Tagen mehr Leben geben“: Unter diesem Leitsatz bemüht sich das Hospiz-Personal um seine Gäste. Foto: vom Zehn-Zimmer-Hospiz in Lendersdorf machen.

Düren. Was als Modell begann, ist heute ein fester Bestandteil: Das stationäre Hospiz am St. Augustinus-Krankenhaus besteht seit 20 Jahren. Anlass für einen Festakt. Und mehr noch: Beim „Tag der offenen Tür“ konnten sich die Besucher in dem neuen Domizil für das Hospiz, im kürzlich eingeweihten Südflügel II, über die Hospizarbeit vor Ort informieren.

„Das Hospiz nimmt den Menschen auf in das abschiedliche Leben“, formulierte die Ehrenvorsitzende des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes, Gerda Graf. Sie gilt als Ideengeberin für die Einrichtung des Hospiz am St. Augustinus-Krankenhaus, in dem sie damals als Pflegedienstleiterin tätig war.

Gerda Graf befindet sich damit auf einer Linie mit Prof. Dr. Dr. Dr. Dominik Groß vom Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der Uniklinik der RWTH Aachen, der in seinem Festvortrag feststellte: „Ein Hospiz ist keine Sterbeklinik.“ In eindrucksvoller Weise stellte Prof. Groß die Entwicklung der Hospizbewegung in Deutschland vor, die 1836 bei den Diakonissen in Kaiserswerth bei Düsseldorf unter dem Pfarrer Theodor Fliedner ihren Anfang nahm. „Der deutsche Start war schwierig“, so Prof. Groß, denn lange Zeit wurden Notwendigkeit und Aufgaben der Hospize nicht oder falsch gesehen. Das stationäre Hospiz ist heute im Verbund mit vorstationärer (ambulanter) und teilstationärer (Tagespflege) zu sehen. „Deutlich gebessert, aber noch suboptimal“, beschreibt Prof. Groß die derzeitige Situation.

Das Lendersdorfer stationäre Hospiz wurde zum 1. April 1995 vom Land NRW als Modellprojekt bewilligt. Den ersten von inzwischen rund 2500 Gästen nahm das interdisziplinäre Hospiz-Team am 12. Juni 1995 auf. Für die Stadt Düren würdigte der Zweite Stellvertretende Bürgermeister Thomas Floßdorf „die belastende, aber wertvolle Mitarbeit der Ehrenamtler“, während Gerda Graf darüber hinaus den 2008 gegründeten Förderverein mit ins Boot nahm: „Sie alle haben das Haus mit Leben erfüllt“.

Einsegnung der Räume

Bernd Koch, Geschäftsführer der Caritas-Trägergesellschaft West (ctw), hatte die zahlreichen Gäste zur Musik von Cèsar und Sabine Avilès begrüßt und nach der Einsegnung der Räume durch Krankenhauspfarrer Gerkowski konnten diese sich selbst ein Bild vom Zehn-Zimmer-Hospiz in Lendersdorf machen.

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