Düren - Fesselnder Querschnitt sozialer Initiativen

Fesselnder Querschnitt sozialer Initiativen

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Engagierte Vertreterin ihrer Anliegen: Heike Bülles vom Kinderschutzbund Düren stellte im Haus der Stadt ein Trommel-Projekt vor.

Düren. Modern - und dennoch den Menschen zugewandt: So präsentierte sich die Bürgerstiftung Düren nicht nur, aber ganz besonders am Samstagnachmittag. Vertreter von Schulen, Jugendamt, Kinderschutzabend und anderen Gruppen stellten in der Hoffnung auf finanziellen Zuwendungen ihre Vorhaben vor.

Doch die „Projektbörse”, so der offizielle Titel der Veranstaltung, geriet zu mehr als einem mehr oder minder geschickten Heischen nach Geldern der Stiftung. Vielmehr bot die Runde einen fesselnden Querschnitt durch die sozialen Initiativen Dürens, durch die Art und Weise, wie in der Kreisstadt Menschen für Menschen handeln.

Der Bürgerstiftung und denen, die sie mit Leben füllen, geht es ja nicht darum, ein Füllhorn auszuleeren. Ihre Vertreter wollen sicher sein, dass die Zinserträge aus den Einlagen der Stifter (zum Jahresende lag das Gesamtkapital bei rund 647.000 Euro) im Sinne gesellschaftlicher Verantwortung gut investiert sind. Darin liegt der Grund, warum es die Projektbörse gibt.

Bunt wie im Leben selbst ging es ansonsten zu. So bewarb sich, wie Irene Spiess stellvertretend für Kantor Stefan Iseke vortrug, die Evangelische Gemeinde um Mittel, mit deren Hilfe aus einer Kinderfreizeit ein neues Musical einstudiert werden soll.

Tibby Neumann von der Brassband Düren möchte mit der erhofften Finanzspritze ein Jugendensemble ins Leben rufen und die für Orchester dieser Art charakteristischen Blechblas-Instrumente anschaffen. Ein Trommel-Projekt stellte Heike Bülles vom Kinderschutzbund vor. Ziel des Vorhabens: Kinder mit Musik vertraut zu machen und so zu stärken - nicht zuletzt durch die anvisierte Teilnahme an der „Jazz-Parade” im August.

Fantasie in der Arbeit mit und für den Nächsten bewies auch Anna Bleischwitz aus Düren-Ost, die mit anderen Pädagogen („ein starkes Team”) meist russlanddeutscher Herkunft in ihrem Stadtteil eine umfangreiche Jugend- und Sozialarbeit aufgezogen hat. Was mit der Unterstützung der Stiftung weiter entwickeln will, benannten sie und eine Mitstreiterin deutlich: Nicht zuletzt liegt ihnen die „Elternakademie” und die Sprachförderung mit Hilfe der Eurythmie am Herzen.

In diese Richtung zielt auch die Initiative von Manfred Grösgen und Rüdiger Breivogel, die als Lehrer an der Realschule Wernersstraße arbeiten: „Die Redekompetenz sinkt immer weiter”, resümierte Breivogel mit Blick auf die Fähigkeit der jungen Menschen, sich auszudrücken. Bernardette Cardinal vom Burgau-Gymnasium will im Rahmen der Partnerschaft mit einer Schule in der ukrainischen Hauptstadt Kiew einen praktischen Beitrag zur Völkerverständigung leisten.

Zuerst einmal müssen Bernardette Cardinal und ihre Mitbewerber darauf warten, dass der Vorstand der Bürgerstiftung sein Votum bekannt gibt. Rund eine Woche soll es dauern, bis der alles entscheidende Brief (oder eine Mail) ankommt.
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