Feriendorf „Eifeler Tor“: Der Baukran stört die Urlauber nicht

Von: Franz Sistemich
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Im oberen Teil der Ferienparks „Eifeler Tor“ wird noch fleißig an den Appartmenthäuser gebaut, im Hang unter ihnen können Urlauber bereits in 79 Villen Ferientage verbringen. Foto: Sistemich

Heimbach. Die Kurzurlauber kommen nicht nur aus den Niederlanden. Die Kennzeichen der zahlreichen Autos, die vor den Villen im Hang stehen, leuchten auch in Weiß und Schwarz. Autos mit Düsseldorfer und Neusser, mit Kölner und Bonner Nummerschildern oder auch mit den Buchstaben-Kombinationen BOR (Borken) und SU (Rhein-Sieg-Kreis) sind keine Seltenheit.

Es ist Abreisetag im Ferienresort „Eifeler Tor“ in Heimbach. Niederländer und Deutsche packen ihre sieben Sachen in Taschen und Koffer, verladen sie in ihre Autos und fahren wieder nach Hause. Wieder ist ein Kurzurlaub zu Ende gegangen.

Vor sieben Monaten ist der Landal-Park in der Nähe der Rurtalsperre teilweise eröffnet worden. 40 der über 90 Villen standen in der ersten Phase für Wochenendurlaube und erholsame Tage in den Ferien zur Vermietung bereit. „Wir sind zufrieden ob der Resonanz“, sagt Serge van der Heijden, der Park-Manager. „Über 11.000 Übernachtungen haben wir bisher gezählt.“ Der Park war schon ausgebucht. Über Sylvester waren alle Häuser belegt: „Über 500 Gäste haben den Jahreswechsel bei uns gefeiert“, freut sich van der Heijden.

Und er richtet den Blick nach vorne: Im Dezember soll der gesamte Park eröffnet werden. Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun.

Rückblick: Harte Winter und unvorhergesehene Probleme im oberen Bereich des Parks ließen den Zeitplan des Unternehmens „Dormio Leisure Development BV“ in Unordnung geraten. Die Niederländer, die über 40 Millionen Euro im Hang gegenüber Hasenfeld für Landal Greenparks verbauen, mussten die Eröffnung verschieden. Doch Geld musste auch verdient werden.

Also wurde der Park Ende August teilweise eröffnet. „Schrittweise haben wir dann mit dem Fortgang der Bauarbeiten immer mehr Villen zur Vermietung freigeben können“, erzählt van der Heijden. Zuerst waren es 40 Villen, die gebucht werden konnten, seit geraumer Zeit kann in 79 der über 90 Ferienhäuser Kurzurlaub gemacht werden.

Neuerdings können Erholungssuchende auch in der Woche die Häuser mieten. „Der Lärm, den der Bau der Appartmenthäuser im oberen Bereich verursacht, dringt nicht zu den tieferliegenden Villen“, erklärt van der Heijden. Bei vier Appartmenthäusern kann bald mit dem Innenausbau begonnen werden. Bis auf eines sind die anderen im Bau: „Sobald die Baustraße nicht mehr benötigt wird, wird auch mit dem letzten Appartmenthaus begonnen“, sagt der Manager.

Wiederhergestellt wird auch die Straße, die vom Jugendstilkraftwerk am Park vorbei zur Landstraße 15 führt. Diese ist noch nicht passierbar, weil die Baufirma im oberen Bereich große Stabilitätsprobleme des Hanges beseitigen musste, um die Appartmenthäuser bauen zu können. Aber van der Heijden versichert: „Entgegen allen Gerüchten: Die Straße wird wiederhergestellt, so dass sie wie in der Vergangenheit genutzt werden kann.“

Dass die Urlauber im „Eifeler Tor“ den Park auch verlassen und beispielsweise in Heimbach Geld ausgeben, bestätigt nicht nur Serge van der Heijden. „Gaststätten, Cafes, die Tankstelle und der Edeka-Markt profitieren jetzt schon vom Feriendorf“, stellen Georg Wergen und Bernd Blumberg, Vorsitzender beziehungsweise Kassierer des Vereins „Heimbach Tourismus“, fest.

Allerdings ist Blumberg mit Blick auf die Attraktivität Heimbachs der Leerstand im Stadtzentrum ein Dorn im Auge: „Es ist doch für alle besser, wenn er beseitigt werden könnte.“ Allerdings müsste dann so mancher Immobilienbesitzer in der Stadt seine Mietvorstellungen reduzieren, meint Blumberg.

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