Feriendorf „Eifeler Tor”: Den September 2012 im Blick

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
Besuch auf der Baustelle: Poli
Besuch auf der Baustelle: Polier Theo Janssen (links) informierte Heimbachs Bürgermeister Bert Züll über den Fortschritt der Bauarbeiten. Im September 2012 soll das Feriendorf „Eifeler Tor” fertig sein. Foto: Sistemich

Heimbach. September 2012: Dieser Monat des kommenden Jahres soll ein neues Kapitel in der Heimbacher Geschichte einläuten In etwas über einem Jahr sollen die ersten Gäste im autofreien Feriendorf „Eifeler Tor” oberhalb des Heimbacher Stausees ihren Urlaub beginnen.

Noch staubt es aber gewaltig auf der riesigen Baustelle in der Nähe des Staudammes der Rurtalsperre Schwammenauel. Lastwagen bringen die Fertigteile für die 180 Villen und Appartements oder auch die Bruchsteine aus Spanien, mit denen die unteren Wände der Eifeler Fachwerkhäuser verkleidet werden. In den nächsten zwei bis drei Wochen werden oben im Hang die letzten Fundamente gegossen, wird dann mit dem Bau des eigentlichen Parkzentrums begonnen.

Doch nicht nur mit Strom, Wasser und Gas muss der Park versorgt werden - die Arbeiten beginnen auch in Kürze -, nicht nur die Grünflächen müssen angelegt werden, auch andere wichtige Arbeiten müssen noch angegangen werden. Beispielsweise die Abbiegespuren in den Park. Sicher muss auch der Weg für die Parkgäste zu ihren Autos sein: Denn die Wagen müssen auf einem großen Parkplatz abgestellt werden - und der liegt gegenüber dem Feriendorf auf der anderen Seite der Landstraße 15.

Überlegungen, mit einem Kreisverkehr oder einer Untertunnelung die Situation zu entschärfen, sind zu den Akten gelegt worden. „Beide Maßnahmen wären um ein Mehrfaches teurer als es die Abbiegespuren sind”, erklärt Bürgermeister Bert Züll. Besonders die Untertunnelung wäre teuer geworden: Massiver Fels befindet sich unter der Erdkrume.

Während im Hang die Bauarbeiter um Theo Janssen aus Venlo, einem der drei Poliere, versuchen, die Verspätungen durch den harten Winter wieder aufzuholen, lernen Heimbacher bereits jetzt fleißig die niederländische Sprache: „Die Kurse der VHS sind gut besucht”, weiß Züll. Und es sind nicht nur die Mitarbeiter im Nationalparktor, sondern auch viele Gastromen und Geschäftsleute aus der Stadt, die sich sprachlich auf die erhofften zusätzlichen 100.000 Gäste jährlich vornehmlich aus den Niederlanden vorbereiten.

Denn die Urlauber sollen aus dem Feriendorf in die Stadt gelockt werden. Sie sollen die Angebote der Heimbacher Gastromen und Geschäftsleute so anziehend finden, dass sie mehrmals während ihres Urlaubs den Weg vom Hang ins Tal finden, nach Möglichkeit nicht mit dem Auto, sondern vielleicht per Shuttlebus - oder Rurseebahn. Die Eheleute Heukem, die Besitzer von Rurseeflotte und Seehof, überlegen, den kleinen Zug ab Eröffnung des Feriendorfs ganzjährig seine Runde zwischen See und Hengebachstraße drehen zu lassen. Damit das Angebot in der Kernstadt für die Urlauber aus dem „Eifeler Tor” attraktiv wird, appelliert der Heimbacher Bürgermeister an Gastromen und Geschäftsleute: „Auch montags sollten diese Gäste in Heimbach essen können, sollten in den noch leerstehenden Geschäften attraktive Angebote unterbreitet werden.”

Und noch ein Gedankengang beschäftigt Bert Züll: Im Parkzentrum schwebt ihm ein Infopunkt vor, in dem touristisch geschulte Mitarbeiter auf die Sehenswürdigkeiten Heimbachs und der Rureifel, aber auch der weiteren Region hinweisen: „Da stellt sich aber die Frage: Wer trägt die Kosten?” Bis zum September 2012 sollte die Frage beantwortet sein.

Das Ferienresort „Eifeler Tor” in Heimbach

Seit mehreren Jahrzehnten gab es für den Hang oberhalb des Staubeckens einen rechtskräftigen Bebaungsplan - von neungeschossiger Bebauung bis zum Ökoferiendorf reichten die Gedankenspiele.

Eine Änderung des Planes brachte den Durchbruch. Und am 23. April 2010 begann nach dreijähriger Planung mit dem Spatenstich die Realisierung des Feriendorf-Projektes.

Dormio Leisure Development aus Arnheim baut auf fünf Hektar für rund 43 Millionen Euro 84 Appartments und 96 Villen (bis zwölf Personen). Das Feriendorf erhält zwei Restaurants und mehrere Geschäfte. Landal Greenparks übernimmt die Vermietung der Häuser und Villen, die auch gekauft werden können.

Im September 2012 soll das Feriendorf fertig sein.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert