FDP: Ingola Schmitz fordert Ende der „Machtkämpfe“

Von: Stephan Johnen
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Ingola Schmitz
Sieht die Gefahr, dass die Partei zersplittert, wenn nicht „ernsthaft ein Neuanfang gemacht wird“: Ingola Schmitz, die angekündigt hat, als Vorsitzende der Kreis-FDP zurückzutreten. Foto: Abels

Kreis Düren. „Ich stehe zu meiner Verantwortung als Vorsitzende der FDP im Kreis Düren. Aber ich erwarte auch, dass alle anderen dies ebenfalls tun und nicht an ihren Posten kleben“, legt Ingola Schmitz den Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstands nahe, die eigene Rolle bei den jüngsten Geschehnissen zu überdenken.

„Die FDP wird vermutlich mehrere Jahre nicht im Kreistag vertreten sein. Dafür trägt der gesamte Vorstand die Verantwortung, das betrifft jeden, jeder muss sich vor den Mitgliedern dafür rechtfertigen“, sagte Ingola Schmitz am Sonntag unserer Zeitung. „Innere Machtkämpfe“ hätten die Vorstandsarbeit in der Vergangenheit gelähmt, Ingola Schmitz sieht die Gefahr, dass die Partei zersplittert, wenn nicht „ernsthaft ein Neuanfang gemacht wird“.

Nachdem die Reserveliste nicht zugelassen worden war, hatte die Vorsitzende angekündigt, einen Parteitag einzuberufen und von ihrem Amt zurückzutreten. Den gleichen Schritt habe sie auch von ihren Vorstandskollegen erwartet.

Ihre Stellvertreter Helmut Jansen und Egbert Braks sowie Schatzmeister Walter Obladen jedoch sehen nach eigenem Bekunden keinen Grund, ihr Amt niederzulegen. Walter Obladen kritisierte, über „wesentliche Dinge“ nicht informiert worden zu sein. „Der Vorstand hat sich in Teilen verselbstständigt“, sagte Helmut Jansen.

Diese Kritik möchte Ingola Schmitz nicht unkommentiert im Raum stehen lassen. „Alle Entscheidungen wurden vom Parteivorstand oder im Rahmen von Mitgliederversammlungen getroffen“, sagt sie. Die Aussagen ihrer Vorstandskollegen hätten sie „menschlich sehr enttäuscht“. Sie habe stets „nach bestem Wissen und Gewissen“ gehandelt. Nicht nachvollziehbar sei die Kritik von Helmut Jansen und Walter Obladen: „Beide sind trotz Einladungen nicht mehr zu den Vorstandssitzungen gekommen.“

„Die eigenen Fehler suchen“

Nun sei es an den Mitgliedern, die Arbeit des Vorstands zu bewerten. Wann der Kreisparteivorstand einen Parteitag einberuft, sei noch unklar. „Alle offenen Fragen müssen zunächst beantwortet werden“, betont Ingola Schmitz. „Nur wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen, können sich die Mitglieder ein Urteil bilden.“

Sie appelliert an alle Parteifreunde, „in sich zu gehen, auch die eigenen Fehler zu suchen und auf Dialog zu setzen“. Ob sie noch einmal für eine Kandidatur zur Verfügung steht, ist offen. „Die Partei muss jetzt vor allem Geschlossenheit finden und zur Sacharbeit zurückkehren.“

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