Düren - FCD-Präsident Wolfgang Spelthahn: „Es hätte immer nur ein Händler profitiert“

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FCD-Präsident Wolfgang Spelthahn: „Es hätte immer nur ein Händler profitiert“

Von: cro
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Düren. Eine Frage, die beim 1. FC Düren noch nicht abschließend beantwortet ist, ist die nach dem Ausrüster. Das Präsidium des neugegründeten Vereins wird heute erneut darüber diskutieren. Bei lokalen Sportartikelhändlern ruft das teilweise Unmut hervor, da sie sich außen vor gelassen fühlen.

Denn die Anzeichen verdichten sich, dass die US-Marke Nike den Zuschlag bekommt, die die Geschäfte mit dem 1. FC Düren dann über ein Onlineportal abwickeln würde.

Auf der einen Seite stehen die lokalen Unternehmen „Aixtrasport“ und „Sport Fergen“. Sie kritisieren das Vorgehen von FCD-Präsident Wolfgang Spelthahn, der eben auch Landrat ist. „Wir lokalen Händler hätten den Verein auch gemeinsam versorgen können“, sagen unisono Bernd Kemmerling, der die „Aixtrasport“-Filiale in Kreuzau betreut, und Stephan Fergen vom gleichnamigen Sportgeschäft. „Aixtrasport“-Geschäftsführer Jürgen Friedel spricht vom „klassischen Schlag ins Gesicht für den Einzelhandel“. Die Geschäftsleute stört es, dass mit ihnen keine Gespräche stattgefunden haben (Friedel) und das Geschäftsfeld einem reinen Onlinehändler überlassen werde, der keine Gewerbesteuer zahlt (Fergen).

Langfristiges Gesamtpaket

Auf der anderen Seite steht Wolfgang Spelthahn, der die Kritik ausdrücklich zurückweist. „Wir haben immer versucht, vorrangig mit dem Einzelhandel zusammenzuarbeiten“, betont der FCD-Präsident. „Aber es hätte immer nur ein Händler profitiert, nicht der gesamte Handel. Das wäre die einzige Alternative gewesen.“ Denn während Nike laut Spelthahn direkt mit dem FCD zusammenarbeiten würde, käme für Adidas mit Fergen nur ein lokaler Zwischenhändler infrage. „Nike bietet uns aber ein langfristiges Gesamtpaket, das sich zeitlich und finanziell beträchtlich von dem von Adidas unterscheidet. Wir haben es uns nicht leicht gemacht und wir werdes es uns nicht leicht machen“, betont Spelthahn. Primär geht es bei dem Vertrag um Trikots und Trainingsanzüge für an die 600 Fußballer. Nike werde laut Spelthahn für den FCD ein eigenes Onlineportal einrichten. „In den Verhandlungen haben wir jedoch Schuhe und Sonstiges ausgeklammert. Dafür gibt es ja die lokalen Händler.“

Bernd Kemmerling von „Aixtrasport“ hatte kritisiert, dass es öffentlich zwar um Nike gehe, im Hintergrund aber der laut Unternehmensangaben größte deutsche Onlinehändler „11 Teamsport“ (in Bochum einzige NRW-Dependance, sechs deutschlandweit) stehe, der den stationären Handel ersetze. Für Spelthahn ist diese Kritik jedoch nicht angebracht, da jener Händler der größte Nike-Lagerist ist und eine Zusammenarbeit daher notwendig sei.

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