Fazzino-Ausstellung in der Internationalen Kunstakademie

Von: Beate Weiler-Pranter
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Professor Frank Günther Zehnder führte gestern die Gäste der Vernissage durch die neue Ausstellung. Foto: Beate Weiler-Pranter

Heimbach. New York City? Das bedeutet für Charles Fazzino das pralle Leben in seiner Heimatstadt – bei Tag und bei Nacht. Diese pure Lebensfreude findet sich in all seinen 150 3-D-Bildern und Objekten, die bis zum 22. Juni auf Burg Hengebach gezeigt werden.

„Dieses Jahr ist uns ein großer Coup gelungen“, freuten sich Landrat Wolfgang Spelthahn, Käthe Rolfink von der Kulturinitiative und Professor Frank Günter Zehnder als Leiter der Internationalen Kunstakademie Heimbach. Per Videobotschaft schickte der Pop Art-Künstler Eröffnungsgrüße über den großen Teich und versicherte, er werde persönlich zur Finissage an die Rur kommen.

In seinen Bildern spielt Charles Fazzino, Sohn eines italienischen Designers und einer finnischen Bildhauerin, so genial mit der Perspektive, dass die Ausstellungsbesucher unvermutet in das Geschehen, den bunten Trubel der Großstadt hineinpurzeln. Egal, ob Sportereignisse wie Olympiade oder Super Bowl, Stadtpanorama oder Landschaftsporträt: Jedes Bild wird zur Entdeckungsreise – quer durch die Kontinente und Metropolen dieser Welt.

Die Dreidimensionalität der Darstellungen erreicht der Pop Art-Künstler, indem er seine Bilder auf mehreren Ebenen aufbaut. Durchsichtige Silikonpunkte verbinden die einzelnen Bildelemente schichtweise übereinander. So entsteht eine ungeahnte Tiefenwirkung, die den Blick magisch anzieht.

Unzählige Swarovski-Steinchen, Glitzer und Glimmer sorgen auf den oft sechs Zentimeter hoch aufgebauten Exponaten zusätzlich für Plastizität und lassen die fröhlichen Bilder funkeln – so wie die unzähligen, flackernden Leuchtreklamen am Broadway. Lebhaft, bunt und fröhlich bildet der 1955 in den USA geborene Künstler seine Umwelt ab. Dabei behält er einen exakten Blick fürs Detail: So erreichen seine „Wimmelbilder“ einen hohen Wiedererkennungswert und beflügeln die Fantasie.

Wie bei den vorherigen Ausstellungen von James Rizzi (2012) und Janosch (2013), fertigte auch Fazzino für die Heimbacher Ausstellung eine Sondergrafik an, auf der alle markanten Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten des Kreises Düren zu sehen sind. Die auf 250 Stück limitierte, vom Künstler signierte Edition ist so lebendig und plastisch gestaltet, dass Radfahrer und Rurtalbahn aus dem Bild herauszufahren scheinen.

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