Faulbrut hat in Düren wenig angerichtet

Von: bri
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Liefern bei guter Pflege fleißig Honig: Honigbienen auf ihren Waben. Foto: Bringmann

Düren. Die amerikanische Faulbrut hat bei den Bienenvölkern nur geringen Schaden verursacht. Diese Bilanz zog der Imkerverein Rurtal bei einer Versammlung in Düren. Lediglich ein Fall war in der Nähe von Merzenich aufgetreten.

Der Stock wurde verbrannt. Stichproben in den umliegenden Völkern von elf Imkern ergaben keine Funde. Über die beprobten Bienenvölker hat das Kreisveterinäramt eine Transportsperre verhängt. 17 weitere Prüfungen seien als Sicherheitskontrolle geplant, bei negativen Befunden werde die Sperre aufgehoben.

Die durch die Bakterie „Bacillus larvae” ausgelöste Infektion befällt nur die Larven der Honigbiene, für ausgewachsene Bienen oder Menschen besteht keine Gefahr. Die Larven sterben ab und verfaulen in ihren Waben, deswegen wird die Krankheit als Faulbrut bezeichnet. Die Verbreitung durch Sporen kann in infiziertem Honig oder durch Bienenparasiten erfolgen. Die Faulbrut ist keine neue Erkrankung, die Bakterie ist seit Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt. Durch regelmäßige Probenentnahme aus den Futterkränzen über den Larven könne ein Befall festgestellt werden, sagt Frank Schmutzler vom Imkerverein. Werden dort Erreger gefunden, untersucht man die Brut. Laboruntersuchungen bestätigten den Verdacht im Merzenicher Fall.

Eine weitere Gefahr für Bienenvölker ist die Varroa-Milbe, die Larven und Bienen befällt. Der Imkerverein veranstaltet daher regelmäßig Lehrgänge zur Milbenreduzierung, die auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden sollen. In diesem Zusammenhang appelliert der Verein an alle Bienenbesitzer, ihre Völker zu pflegen, da befallene Völker andere anstecken. Zu dieser Thematik ist im März ein Gesundheitstag geplant.

Ebenfalls werde es im kommenden Jahr Bienenstockbesichtigungen und Vorführungen praktischer Arbeiten geben, bei denen Interessierte willkommen sind, sagt Theo Clemens, der Vorsitzende des Vereins. Infotafeln sind in der Nähe des Haus des Gastes in Heimbach, etwa 50 Meter in Richtung Stausee, aufgestellt. Dort soll in zwei bis drei Monaten auch ein Insektenhotel stehen, in das die wilden Verwandten der Honigbienen einziehen können.
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