Faszinierendes Spiel mit optischen Täuschungen

Von: ajo
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In seinen Fotos spielt Elmar Fotos gekonnt mit den Sehgewohnheiten. Der Betrachter steht oft vor einem Rätsel. Foto: Annika Johnen

Düren. „Der Blick saugt sich fest, das Auge schreitet voran, um Dinge zu erkennen, die zunächst im verborgenen liegen“, betonte Robert Ciuraj, guter Freund des Künstlers Elmar Valter, anlässlich der Eröffnung seiner Fotografieausstellung unter dem Motto: „Der transparente Raum. Spiegelungen und Durchsichten – ein visueller Remix“ in der Fabrik für Kultur und Stadtteil Becker und Funck.

Der in Düren lebende und arbeitende selbstständige Künstler präsentierte in lockerer Atmosphäre seine bearbeiteten Fotografien, gemacht auf Reisen durch die ganze Welt über zehn Jahre hinweg.

Immer quadratisch

„Ich fotografiere rechteckig, wähle im Nachhinein aber ein Quadrat aus, das ich verwende. Ich bearbeite hauptsächlich die Farben des Bildes, eine Montage werden sie niemals in meinen Bildern vorfinden“, unterstrich der Diplom Objektdesigner und bekräftigte: „Es ist ein Komponieren der Bilder, ein Spiel mit Form, Farbe und Perspektive“.

„Schon immer haben mich Spiegelungen sehr fasziniert. Mit der Kombination des Blicks durch eine Scheibe und Spiegelungen schaffe ich ein surreales Bild. Elemente, die eigentlich nicht zusammen gehören, wachsen zu einem Ganzen zusammen – das macht es so reizvoll für mich“, stellte Valter das Kernthema in seiner Kunst, die Mischung von Realität und Illusion, heraus.

In den 90er Jahren begann er im Studium die Fotografie künstlerisch zu betreiben, heute ist die Kamera sein stetiger Begleiter. „Einmal war ich in Südafrika, wollte kurz etwas holen und es kam ein Gewitter auf. Sensationelles Licht, atemberaubende Atmosphäre und ich hatte nichts dabei, keine Kamera, kein Handy – ich wäre fast gestorben“, hob Elmar Valter hervor. Seine Bilder, die dem Betrachter stets Rätsel aufgeben, entstehen meist spontan.

„Ich liebe es, mit optischen Täuschungen und Sehgewohnheiten zu spielen, wobei Menschen als Bilddetail in Verbindung mit Architektur und Landschaft meine bevorzugten Motive sind“, unterstrich der 46-jährige. Mit Musik von Georg Weber an Keyboard und Klavier ein durchaus gelungener Auftakt für eine Ausstellung, die die Möglichkeit bietet, immer sonntags von 10 bis 17 Uhr und nach Absprache mit Thomas Busch unter Telefon 0170/2736828 in faszinierende Bildwelten einzutauchen. Die Finissage findet am Sonntag, 30. November, 12 Uhr, statt.

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