Düren - Falschparker behindern Feuerwehreinsätze

Falschparker behindern Feuerwehreinsätze

Von: sj/gkli/de
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An der Dürener Blumenthalstraße wird es aus Sicht der Feuerwehr schon einmal eng. Foto: Johnen

Düren. Was tun, wenn die Feuerwehr nicht mehr zum Einsatzort durchkommt? Während der jüngsten Unwetter hatte die Jülicher Wehr beizeiten Probleme, mit ihren Einsatzwagen manche zugeparkte Straße zu passieren. Als Reaktion wollen die Ordnungsbehörden nun unter anderem die Parksituation genau unter die Lupe nehmen.

„Es gibt auch bei uns in der Innenstadt und in den Stadtteilen einige Straßen, an denen es schon einmal eng wird“, sagt Dürens Wehrleiter Hans-Jürgen Pelzer. Die Nachfrage unserer Zeitung nutzt er für einen Appell „an die Vernunft der Bevölkerung“. Pelzer: „Bitte parken Sie Ihre Autos nah am Bordstein und nur dort, wo es erlaubt ist!“ Ein besonderes Ärgernis seien vermeintliche Kurzzeitparker, die in zweiter Reihe stehen.

Blumenthalstraße, Grüngürtel, Josefstraße, Karlstraße – allein im Innenstadtgebiet gebe es einige Stellen, an denen die Feuerwehr schon Probleme hatte, mit der Drehleiter und anderen Löschfahrzeugen auf Anhieb durchzukommen. „Selbst für die schmaleren Rettungswagen wird es schon einmal eng“, berichtet Pelzer. In solchen Fällen werde „improvisiert“: Anrückende Verstärkung wird umgeleitet, die Einsatzkräfte nehmen Leitern, ab und zu greifen auch schon einmal acht Feuerwehrleute beherzt zu und versetzen ein Auto einige Zentimeter.

„Abschleppen bringt uns nichts. Schließlich zählt jede Sekunde“, betont Pelzer. Wenn gar nichts mehr hilft, müsse ein Wagen auch schon einmal zur Seite geschoben werden. „Das ist aber nur ganz selten passiert“, sagt Wehrleiter Pelzer. „Rein baulich oder rechtlich ist das Problem nicht zu lösen“, glaubt der Wehrleiter. Gerade in den Wohngegenden der Innenstadt müssten die Anwohner ihre Autos nun einmal parken. Aber die Art und Weise des Abstellens könne manchmal etwas „verfeinert“ werden: „Wir wollen die Autofahrer dafür sensibilisieren, keinen Raum zu verschenken – und gleichzeitig die Sperrflächen auch frei zu halten.“

Nur „wenig Probleme“ mit parkenden Autos gibt es nach Aussage von Gemeindebrandmeister Walter Kurth in der Gemeinde Hürtgenwald. Ein „neuralgischer Punkt“ sei jedoch das Feuerwehrgerätehaus in Gey, das beizeiten von Kurzzeitparkern schon einmal blockiert werde. „Wir setzen in solchen Fällen auf Aufklärung“, sagt Kurth. „Kaum Probleme“ gibt es in Nideggen – selbst in der Altstadt – und in Vettweiß. Gleiches gilt für die Gemeinde Merzenich. Dem dortigen Wehrleiter Patrick Harzheim ist kein Fall bekannt, in dem es besondere Schwierigkeiten gegeben habe.

In Nörvenich sind die Neubaugebiete für die Feuerwehr hin und wider problematisch. Oliver Hartlieb, Leiter der örtlichen Löschgruppe: „Wenn am Wochenende nahezu alle Bewohner zu Hause sind und vielleicht noch Besuch haben, gibt es häufiger Engpässe. Wir sind schon wiederholt samstags mit einem großen Einsatzfahrzeug unterwegs gewesen und haben die Anwohner auf die Probleme aufmerksam gemacht. Verständnis dafür wurde leider nur selten aufgebracht.“

In der Stadt Heimbach sind vor allem Ortschaften mit schmalen Straßen betroffen, berichtet Wehrleiter Hans-Georg Valder. Das Feuerwehrgerätehaus in Hausen werde öfters zugeparkt. Auch in Blens am Gerätehaus gegenüber der Kölner Hütte gebe es gelegentlich Schwierigkeiten. Zwar dürfe dort kurz angehalten werden, doch diese Frist werde „immer wieder überschritten und auf mehrere Stunden ausgedehnt“. Ähnliche Probleme gibt es in Heimbach am Seerandweg. Steht der Feuerwehr ein Auto im Weg, werde das Ordnungsamt hinzugerufen.

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