Fahrschülerin muss nach Unfall erneut zur Prüfung

Von: cro
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Nach dem Unfall in der Fahrprüfung vergangene Woche steht fest, dass die 17-Jährige Niederziererin ihre Prüfung wiederholen muss. Symbolbild: Frank Leonhardt/dpa

Niederzier. Das Ziel so knapp vor Augen, aber dann einen Lkw im Heck. So endete vergangenen Dienstag unfreiwillig die Prüfungsfahrt einer 17-jährigen Fahrschülerin aus Niederzier.

Der Tüv Rheinland hat nun entschieden: Den Führerschein erhält die Schülerin nachträglich nicht, auch wenn das Fahrtende keine zwei Kilometer entfernt war. Sie muss erneut in die Prüfung, da der Erstversuch nicht abgeschlossen war.

„Es ist wie beim Fußball“, verbildlichte Führerschein-Experte Arne Böhne vom Tüv Rheinland die Situation, „wenn Fans zehn Minuten vor Schluss das Feld beim Stande von 3:0 stürmen, kann der Schiedsrichter das abgebrochene Spiel nicht für die führende Mannschaft werten.“

Die Entfernung des Unfallorts, der Ampel an der Autobahnauffahrt der A4 Richtung Köln, zur Prüfstelle im Gewerbegebiet Niederzier war kein Bonus für die 17-Jährige. Bei direktem Wege wären es 1,8 Kilometer oder gut fünf Minuten Fahrzeit gewesen.

Der Grund: In dem Gewerbegebiet würden oft Grundfahrübungen und eventuelle Schwachstellen getestet, hieß es seitens des Pressesprechers des Tüv Rheinland, Wolfgang Partz. Im Umkehrschluss bedeutet das jedoch nicht, dass die Fahrt als nicht bestanden gelte, betonte Partz. „Die Fahrt wurde neutralisiert. Das heißt, die Schülerin bekommt kein schlechtes Zeugnis ausgestellt“, erklärte der Pressesprecher.

Das hat zur Folge, dass die Schülerin keine Sperrfrist von 14 Tagen wie bei einer nicht bestandenen Prüfung einhalten muss. Anfallende Mehrkosten für die erneute Prüfgebühr von 84,97 Euro und zusätzliche Fahrstunden kann sie dem Unfallverursacher in Rechnung stellen. Die Schülerin wollte sich zu dem Thema nicht äußern.

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