Düren - Fahrradparkhaus: „Für eine Stadt wie Düren sehr wichtig“

Fahrradparkhaus: „Für eine Stadt wie Düren sehr wichtig“

Von: sj
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Birgit Seifert (44) aus Birkesdorf betreibt seit dem 1. Januar 2014 das Fahrradparkhaus am Dürener Bahnhof. Dessen Auslastung liegt bei 98 Prozent. Foto: Stephan Johnen

Düren. Die Auslastung ist gut. „Von den 360 Stellplätzen sind 98 Prozent belegt“, sagt Birgit Seifert. Seit Januar 2014 betreibt sie als Selbstständige das Fahrradparkhaus am Dürener Bahnhof, zuvor war sie dort als Angestellte tätig. Unterstützung erhält sie von ihrem Mann Jörg, der einen Reparaturservice für Fahrräder anbietet. Ein Großteil der Kunden sind Dauerparker und Tagesparker.

„Die meisten Kunden sind Berufspendler, die hier zwischen Bahn und Fahrrad wechseln“, berichtet Birgit Seifert. Besuch erhielt sie jüngst von der Grünen-Landtagsabgeordneten Gudrun Zentis, der Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Dürner Stadtrat, Verena Schloemer, und Georg Schmitz vom Verkehrsclub Deutschland (VCD). Die Gäste wollten sich vor Ort einen Überblick über die Arbeit der örtlichen Radstation verschaffen, Probleme der täglichen Arbeit kennenlernen und ausloten, wie ein solches Angebot noch weiterentwickelt werden kann.

„Uns interessieren Entwicklungsperspektiven. Für eine Stadt wie Düren ist ein Fahrradparkhaus sehr wichtig“, ist Gudrun Zentis überzeugt. Zum einen sei es wichtig, Fahrräder und E-Bikes als Alternative zum Auto zu etablieren und die notwendige Infrastruktur auszubauen. Aber auch der touristische Aspekt eines Fahrradparkhauses dürfe nicht unterschätzt werden. „Die Stadt eignet sich als ideale Ausgangsbasis für Radtouren. Sowohl in den Norden des Kreises als auch in die Eifel“, ist Verena Schloemer überzeugt, dass an dieser Stelle noch viel Potenzial ungenutzt bleibt.

Denkbar sei es auch, einen Fahrradverleih und einen Infopunkt für Touristen mit einem Parkhaus-Angebot zu kombinieren. Die Ausweisung von Mountainbike-Strecken in den Kreisen Düren und Euskirchen lasse die Attraktivität weiter steigen, ist Georg Schmitz überzeugt.

„Es gibt durchaus noch Fördermittel für Fahrradparkhäuser“, unterstrich Gudrun Zentis. Inspiriert vom niederländischen Vorbild ging im Land NRW 1995 ein Programm zur Errichtung von 100 Fahrradstationen an den Start. Im Auftrag des Landes betrieb der ADFC Nordrhein-Westfalen zunächst acht Jahre lang eine Entwicklungsagentur für Radstationen.

Mit Planungsentwürfen, Betriebskonzepten, Potenzial-Abschätzungen und vielen anderen Fachdienstleistungen hat die Entwicklungsagentur das Programm „100 Fahrradstationen in NRW“ angeschoben. Gudrun Zentis: „Inzwischen gibt es 72 Fahrradstationen im Land. Das Förderprogramm läuft noch heute und übernimmt den größeren Teil der Planungs- und Baukosten neuer Stationen.“

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