Düren - Fahrradfahren in Düren: Wie eine Reise ins Abenteuerland?

Fahrradfahren in Düren: Wie eine Reise ins Abenteuerland?

Von: Hannes Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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„Straßenduell mit Autofahrern”: Wenn es um die Sicherheit der Fahrradfahrer geht, sehen Dürens Grüne Verbesserungsbedarf. Foto: Schmitz

Düren. Fahrradfahren in Düren: Aus Sicht von Bündnis 90/Die Grünen ist das für die einen eine Reise ins Abenteuerland, für andere ein Hinnehmen der Verhältnisse. Die Grünen wollen aber die Stadt sicherer und attraktiver für Fahrradfahrer machen.

Also schwangen sie sich erneut in den Sattel, um auf Mängel hinzuweisen. Vor einiger Zeit hatten sie schon einmal einen Defizit-Katalog erstellt, doch eine Resonanz aus dem Rathaus blieb aus, wie der verkehrspolitische Sprecher der Partei, Georg Schmitz, etwas verärgert erläuterte: „Mit unseren kritischen Anmerkungen wollen wir keine Negativ-Stimmung erzeugen, sondern erreichen, dass mehr für den Radverkehr getan wird.”

So wurde eine Fahrradtour mit den Grünen kein Trip ins Grüne. Die Tour führte zu neuralgischen Punkten, die nach Meinung der Stadtverordneten Verena Schloemer ohne großen Kostenaufwand durch Veränderung ein Stück sicherer werden können.

Vor allem der Straßenzug Schützen-/Hohenzollernstraße sei nicht nur den Grünen, sondern auch dem tagtäglichen Pedalritter ein Ärgernis. Ein- und Ausfahrten, chaotische Verkehrsverhältnisse, ein Wirrwarr von Rechts- und Linksabbiegerspuren, besonders vor dem Parkhaus. Und mittendrin der Radfahrer, der bei starkem Verkehrsaufkommen Geschicklichkeit zeigen muss.

Autofahrer, die ins Parkhaus abbiegen, werden zur unüberwindlichen Barriere auf dem Radfahrstreifen, Fußgänger strömen über die rote Asphaltdecke in die Stadt, Linksabbieger blockieren nahezu alles. Radfahrer, sagen die Grünen, werden in diesem Bereich oft übersehen oder „sogar mutwillig” benachteiligt.

Eine Lösung, um den Chaos-Knoten zu durchschlagen, wäre eine Tempo-30-Zone und eine durchgezogene Linie, die Abbiegen verhindere. Überhaupt ist die gesamte Lage in diesem Straßenbereich den Grünen nicht geheuer. 900 Parkplätze, das neue Parkaus an der Post eingerechnet, auf einer Länge von rund 800 Metern. Eine gleiche Regelung zum Schutz der Fahrradfahrer fordern sie daher auch beim Parkplatz Pletzerturm. Außerdem solle dort ein Stellplatz wegfallen, damit die Sicht auf die Straße besser werde.

Ein Pluspunkt für die Stadt gab es für die Verkehrsregelung an der Post, wo Linksabbiegen nicht mehr möglich ist. Mit dem Velo durch die Stadt - das sei manchmal ein Weg durch einen Irrgarten. Radstreifen wie am Wirteltorplatz enden plötzlich.

Gloria Gaynors Song „I will survive” sollte schon auf den Lippen haben, wer auf der Josef-Schregel-Straße Richtung Bahnhof und ZOB radelt, finden die Grünen: Die Auslagen der Geschäfte reichen fast bis zum Radweg, es gibt zahlreiche Fußgänger und bei geparkten Autos werde ohne den Blick zurück die Beifahrertür geöffnet. Zu guter Letzt steht auch noch eine Laterne mitten auf dem Radweg.

Die Grünen fordern, die Verpflichtung, den Radweg zu nehmen, aufzugeben und sie fordern den Laternenbesitzer auf, eine vernünftige Lösung zu finden. An die Verkehrsplaner richten sie die Bitte, das Durcheinander in der Weierstraße Richtung Markt an den Verkaufstagen zu entzerren. Eine Lösung können sie auch nicht anbieten.

Tempo 30 möchten sie im Kreuzungsbereich Rütger-van-Scheven-Straße Richtung August-Klotz-Straße. Der Fahrradschutzstreifen endet an der Ampel, die Weiterfahrt werde zum Dilemma. Entweder über den Zebrastreifen, das bedeutet absteigen, oder „mutig auf der Straße weiterfahren”.

Stärke müsse auch im großen Kreisverkehr gezeigt werden, „einem Kuriositätenkabinett Dürener Verkehrsplaner,” um sich dem „Straßenduell” mit Autofahrern zu stellen oder auf den Bürgersteig auszuweichen. Die Ursulinenstraße sollte beidseitig für Radfahrer freigegeben werden, mit einer Einfahrtmöglichkeit, wie die Stadt sie an der Oberstraße/Stürtzstraße geschaffen hat.

Nach der Tour richteten die Grünen noch einen Appel an alle Verkehrsteilnehmer: „Rücksicht aufeinander nehmen!”
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