Fahrerflucht: Kurierfahrer ist angeklagt

Von: hp
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Düren/Langerwehe. Wie schnell man auf der Anklagebank des Amtsgerichts landen kann, erfährt gerade ein 24-jähriger aus Düren. Als Mitarbeiter eines Paket-Kurierdienstes hatte er im Februar 2014 in einem Ortsteil der Gemeinde Langerwehe beim Rangieren mit seinem Klein-Lkw eine Rasenfläche beschädigt.

Das ist so weit unstrittig, wie der Fahrer zugibt. Unklar ist allerdings, ob er nach dem Malheur seinen Namen und eine Telefonnummer an die Geschädigten gab oder ob er zunächst unerkannt davon fuhr.

Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass der junge Mann aus Düren sich der Feststellung seiner Personalien entzogen hat. Nachdem der Kurierfahrer gegen einen Strafbefehl Rechtsmittel eingelegt hat, ist er wegen Fahrerflucht angeklagt. Die Instandsetzung des Rasens habe, so die Anklageschrift, rund 750 Euro gekostet.

Bei der Schilderung des Vorfalles gehen die Aussagen des Angeklagten und der Geschädigten wesentlich auseinander. Der 24-Jährige erklärt, er habe beim Wegfahren nach einer Paketzustellung „jemanden rufen gehört“. Eine Frau hätte ihm dann gesagt, dass er mit dem Wagen über einen Ausstellungsrasen gefahren sei und diesen beschädigt habe. Er habe der Frau seinen Namen und eine Telefonnummer mitgeteilt, wisse aber nicht mehr, ob dies die Nummer seines Chefs oder die des Paketdienstes gewesen sei. Für ihn sei nach einem Telefongespräch mit seinem Chef eigentlich klar gewesen, dass es sich um einen Fall für die Versicherung handele.

Ein 47 Jahre alter Zeuge sagte aus, der Kurierfahrer habe an jenem Tag ein Paket geliefert und ein anderes wieder mitnehmen müssen. Von einem Fenster aus hätten er und seine Eltern das Rangieren des Lieferwagens beobachtet und gesehen, dass das Fahrzeug ziemlich weit über den Rasen gefahren sei.

Sein Vater habe den Fahrer angesprochen und sei auch „etwas lauter geworden“. Der Zusteller hätte Gas gegeben und sei mit durchdrehenden Rädern weg gefahren. Bei einer Lieferung ein paar Tage später, hätte der junge Mann, auf den Vorfall angesprochen, zugegeben, dass er der Verursacher des Schadens war.

Aussagen widersprechen sich

Ebenfalls in den Zeugenstand trat der Vater des 47-Jährigen. Dieser berichtete, der Fahrer sei offensichtlich „ziemlich kopflos“ davon gefahren. Auf dem Rücklieferungsschein habe aber dessen Namen gestanden, so dass die Identität geklärt war. Da sich die Aussagen erheblich widersprechen, will Richterin Christine Pinkpank, noch eine weitere Zeugin laden.

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