Fachkräftemangel: Handwerker und Ingenieure gesucht

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Diskutierten über den Fachkräftebedarf: MIT-Vorstandsmitglied Michael Brogmus (v.r.), Referent Stefan Köhnen (Agentur für Arbeit), Moderator Thomas Labruier und MIT-Chef Rolf Delhougne.

Düren. Das Thema „Fachkräftebedarf“ und Informationen über die Arbeit des „Arbeitgeber-Service“ waren die Gesprächsinhalte des 4. MIT-Stammtisches. Unter der Moderation von Thomas Labruier, Vorstandsmitglied des MIT-Kreisverbandes, war Stefan Köhnen, Teamleiter im Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit in Düren, Gesprächspartner der Teilnehmer.

In seiner Einführung wies Thomas Labruier darauf hin, dass die vergangenen Jahrzehnte von Strukturwandel und hohen Arbeitslosenquoten geprägt waren, jetzt aber die Nachfrage nach Arbeitskräften einen regelrechten Boom erlebe. Die Zahl der Erwerbstätigen habe den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht, die Arbeitslosigkeit den niedrigsten Wert seit 1992. Im Gebiet der Agentur für Arbeit Düren gäbe es zur Zeit 10.800 Arbeitssuchende“ berichtete er. Stefan Köhnen betonte, dass der Arbeitsmarkt in einem spürbaren Umbruch sei.

„In einigen Branchen und Regionen“, sagte der Referent, „werden bereits heute die Fachkräfte – also Personen mit mindestens einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder einem vergleichbaren Sekundärabschluss – knapp.“ Aufgrund der demografischen Entwicklung sinkt das sogenannte „Erwerbspersonenpotenzial“, also die Gesamtzahl von Personen in Deutschland, die theoretisch in der Lage sind, einer Arbeit nachzugehen.

Damit geht auch das Angebot an qualifizierten Fachkräften zurück. „Wenn nicht aktiv gegengesteuert wird, fehlt es in Zukunft also deutlich an jenen Fachkräften, die ein Motor für Wachstum und Wohlstand sind“, betonte er. Gesucht werden unter anderem Fachkräfte aus handwerklichen Bereichen sowie Ingenieure.

Um die Arbeitgeber bei Suche und Auswahl von Arbeitskräften zu unterstützen, bietet der Arbeitgeber-Service der Bundesagentur ein Dienstleistungsangebot, das speziell auf die Bedürfnisse von Unternehmen ausgerichtet ist– schnell, kompetent und zuverlässig. Er vermittelt passende Fachkräfte, berät kostenfrei über finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten und informiert zu allen Fragen rund um Qualifizierung von Beschäftigten.

„Wir beobachten und analysieren Marktveränderungen auf dem nationalen und regionalen Arbeitsmarkt und informieren über aktuelle Trends, Entwicklungen und Neuerungen“, war sein Angebot an die zahlreichen Unternehmer. Gemeinsam mit den Unternehmern entwickelt der Arbeitgeber-Service ein auf die Bedürfnisse der Unternehmen abgestimmtes Dienstleistungsangebot und berät zu Arbeitsmarkt-/Ausbildungs- oder Personalthemen.

Im Anschluss an die Ausführungen von Stefan Köhnen gab es eine lebhafte Gesprächsrunde mit den Mittelständlern. MIT-Kreisvorsitzender Rolf Delhougne wies unter anderem darauf hin, dass die Folgen des Fachkräftemangels auch viele Firmen in der Dürener Region spüren. Nach Informationen aus verschiedenen Betrieben gaben 50 Prozent an, dass die Rekrutierungsprobleme ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährden. „45 Prozent sagen sogar, dass der Fachkräftemangel sich schon negativ auf die Kundenzufriedenheit auswirkt“ erklärte der MIT-Chef.

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