Facebook-Gruppe: Protest gegen „Niedergang unserer Stadthalle”

Von: smb
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Gegen den Abriss: Eine Gruppe,
Gegen den Abriss: Eine Gruppe, die sich bei Facebook gefunden hat, demonstrierte gestern Abend vor der Stadthalle. Foto: Berners

Düren. Sie wollen den „Niedergang unserer Stadthalle” nicht hinnehmen. Zumindest nicht widerspruchslos. Und deswegen haben einige Mitglieder der Facebook-Gruppe „Du bist aus Düren, wenn...” am Montagabend zum Protestmarsch aufgerufen. Für sie gilt: „Du bist aus Düren, wenn Dir Dürener Geschichte nicht egal ist”.

Zum Marsch kam es dann wegen der geringen Teilnehmerzahl nicht. Protestiert wurde dennoch, wenn auch nicht so lautstark wie im Internet. „Die Stadthalle ist ein Stück Dürener Nachkriegsgeschichte, in ihr haben viele Leute viel erlebt. Das sollte nicht einfach so verschwinden”, sagt Heinz-Willi Dammers, einer der Organisatoren. Ihnen gehe es darum „Architektur und Kulturgut zu erhalten”.

Die Stadthalle wird im sozialen Netzwerk nicht nur intensiv, sondern auch kontrovers diskutiert. Ihre Befürworter fragen auch nach dem „Warum” für den Verfall: „Denkmalschutz besagt doch dass man etwas schützen muss. Wieso sieht dann die Stadthalle so aus, wie sie jetzt aussieht?”, schreibt Nutzerin Gaby Handkammer. „Hier wurde zu lange nichts getan”, bemängelt Dammers. Und Peter Borsdorff will der Politik ein Zeichen geben: „Es ist uns nicht egal, was in der Stadt passiert.”

Aber nicht alle hängen an der Stadthalle. So schreibt Userin Marion Wynands: „Ich kann nicht nachvollziehen, was an diesem schäbigen 50er Jahre Bau schützenswert sein soll.” Sie selbst sei auch bei vielen Feten gewesen, nostalgisch stimme sie das aber nicht. Kommentare wie „Weg damit” und „abreißen” findet man im Internet ebenfalls.

„Ich würde mich über ein Hotel freuen, das die Fassade und Teile der Einrichtung, zum Beispiel die Treppe, erhält”, schlägt Nutzerin Daniela Kaulen vor. Das geplante Projekt Hotel und Einkaufszentrum sehe, sagt Uwe Kaiser, ja „in der Theorie ganz gut aus”.

Angesichts des Leerstandes in unmittelbarer Nähe ist er jedoch sehr skeptisch. Daher werden im Netz auch Alternativen diskutiert - und die reichen vom Abenteuerspielplatz bis hin zu Wohnprojekten für mehrere Generationen.
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