Düren - Fabian Kohl fehlt Evivo sehr

Fabian Kohl fehlt Evivo sehr

Von: Franz Sistemich
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Drei gegen eins: Dürens Block
Drei gegen eins: Dürens Blockspielern gelingt es, Mitteldeutschlands Angreifer zu stoppen. Allerdings gelang es ihnen nicht häufig genug, Punkte zu verhindern. Und so verlor Evivo 1:3. Foto: Sistemich

Düren. Der Kapitän war am Tag danach heiser. Jaromir Zachrich hatte Mittwoch auch verbal alles gegeben, um das Unheil abzuwenden: „Besonders in den beiden ersten Sätzen habe ich viel gebrüllt, um die Stimmung emotional hoch zubringen und -zuhalten.” Vergeblich.

Die beiden ersten Abschnitte gingen deutlich an die Gäste wie der vierte Satz hart umkämpft an die Ostdeutschen fiel. So unterlag Evivo Düren dem CV Mitteldeutschland 1:3.

Den Hauptgrund für die Niederlage des dreifachen deutschen Vizemeisters gegen den Tabellenvorletzten sah so mancher Evivo-Verantwortliche in einem Akteur, der nicht auf dem Feld agierte: Libero Fabian Kohl musste wegen eines „steifen Halses” auf den Zuschauerrängen Platz nehmen. „Dass Fabi kurzfristig ausfiel, hat Unruhe in unser Team gebracht. Joe Deimeke hat ihr seht gut vertreten auf der für ihn ungewohnten Position, aber durch diese Umstellung mussten wir erst in unser Spiel hineinfinden”, sagte der Kapitän.

Schließlich, führte Trainer Söhnke Hinz aus, sei Kohl nicht irgendein Akteur: „Fabian gehört zum Kader der Nationalmannschaft, Fabian ist auch in der Feldabwehr eine Bank. Außerdem ist er eine Führungspersönlichkeit.” Und zu guter Letzt gibt es zwischen den beiden anderen Annahmespielern und Kohl klare Absprachen: Jeder kennt seine Aufgaben.

Der neu formierte Annahmeriegel musste sich dagegen erst finden. Trotzdem wunderte es manchen Betrachter, dass die Annahme unter den Aufschlägen der Herren Langer, Siebeck, Helbig oder Kühner so unter Druck geriet.

Düren war in den ersten Sätzen nicht auf dem Feld, obwohl die Mannschaft sich immer wieder herankämpfte. Davon ließen sich die routinierten Gäste nicht beeindrucken. „Es lag nicht nur an der Annahme”, nahm Diagonalangreifer Matthias Böhme, wieder Dürens wertvollster Spieler, seine Kameraden etwas aus der Kritik.

Auftreten und Körpersprache hatten ihm bei den ersten Verlustsätzen nicht gefallen. „Die Mitteldeutschen hatten doch ebenso Druck. Die haben aber den Siegeswillen gezeigt, den wir erst im dritten Satz haben umsetzen können: Da haben wir gezeigt, was wir können, da sind sie zum Schluss eingebrochen.”

Dass die Partie im vierten Abschnitt verloren ging, liegt für Böhme an den beiden ersten Abschnitten: „Die Schiedsrichter haben in der Endphase zwar zwei unglückliche Entscheidungen gegen uns gefällt, wir haben auch in einzelnen Situationen unglückliche Entscheidungen getroffen, aber Knackpunkt waren die beiden ersten Sätze: Mitteldeutschland war sofort da, wir nicht.” Hatte man den Gegner nach dem 3:0-Sieg im Hinspiel unterschätzt?

Nun ist sie da, die Situation, an die wohl keiner zu Beginn der Saison gedacht hat: Evivo kämpft nicht um eine gute Platzierung für, Evivo kämpft um den Einzug in die Play-off-Runde. Der Kapitän ist aber auch aus einem anderen Grund sauer: „Mir tut es sehr weh, wenn Leute sagen, wir wollten nicht. Wir haben sehr gut trainiert, haben es aber nicht geschafft, diese Leistung umzusetzen.” Und dann gab sich Jaromir Zachrich kämpferisch: „Wir werfen mit Blick auf die Play-off-Runde alles in die Waagschale!”
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