Exportschlager Rosenmontagszug

Von: Stephan Johnen
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Der neue „Lehrer Welsch”: Pr
Der neue „Lehrer Welsch”: Professor Dr. Herbert Schmidt und Bernd Bezani von den „Närrischen Norddürenern” stellten Dr. Michael Euler-Schmidt (von links) Foto: Johnen

Düren. Der Übergang vom Diplomanden zum Seniorenstudenten ist bei der „Närrischen Akademie” fließend. Die treuesten Besucher der vor acht Jahren ins Leben gerufenen Bildungseinrichtung der KG „Närrische Norddürener” haben zwar längst das jecke Äquivalent eines Doktortitels in der Tasche, die Schulbank werden sie aber auch im kommenden Semester wieder drücken.

Und neben Langzeitstudenten können sich auch Erstsemester für die Vorlesungen einschreiben, die am Sonntag, 22. Januar 2012, im Haus der Stadt gehalten werden. In die Rolle des „Lehrer Welsch” schlüpft Dr. Michael Euler-Schmidt, stellvertretender Direktor des Kölnischen Stadtmuseums und Leiter der Abteilung Brauchtum.

Professor Dr. Herbert Schmidt, „Pedell” der Akademie und Ideengeber, und Bernd Bezani von den „Närrischen Norddürenern” begrüßten am Montag den neuen Dozenten zur Vorstellung des Lehrplans in Düren. „Und immer wieder . . . Umzüge im Kölner Karneval” ist die Vorlesung des Experten überschrieben.

Der Kunsthistoriker, Germanist, Theaterwissenschaftler und Brauchtumsforscher, der als gebürtiger Hesse in Berlin studierte, dann in Düsseldorf lebte und heute praktizierender Karnevalist in Köln ist, reist bis ins Jahr 1823 zurück, um zu berichten, „wie es zum ersten Rosenmontagszug kam”. Damals ein Unikat im Rheinland, das schnell zum Exportschlager wurde.

Möglichst breit und dennoch möglichst detailliert will er in seiner Vorlesung die theatralische Inszenierung, die Musik und die Grundstrukturen wie beispielsweise die Entstehung des Dreigestirns thematisieren. „Ich werde auch die ein oder andere Spitze fallen lassen, auch mit Blick auf Düren”, verspricht der Jeck und Wissenschaftlicher, der sich selbst als „konservativen Menschen mit einer Melange Frohsinn” beschreibt.

Praktische Übungen der „Hellige Knäächte un Mägde” und von „Schlabber und Latz” runden die Theorie ab.
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