Nideggen - Expertise zur Windkraft erst zum Jahresende fertig

Expertise zur Windkraft erst zum Jahresende fertig

Von: sis
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Nideggen. Der Sachstandsbericht fiel am Dienstag aus: Voraussichtlich erst im Januar werden sich die Mitglieder des Bau-, Planungs-, Denkmal- und Umweltausschusses mit den Ergebnissen der Voruntersuchung hinsichtlich der Potenzialflächen für Windräder beschäftigen können.

Der Grund: Das Planungsbüro teilte der Nideggener Verwaltung und Kommunalpolitik mit, dass frühestens in der zweiten Dezemberhälfte mit den Ergebnissen zu rechnen sei. Dass nun vermutlich im Januar das umstrittene Thema besprochen wird, hängt auch mit einem anderen Tagesordnungspunkt der Sitzung vom Dienstag zusammen, mit dem sich die Männer und Frauen des Ausschuss noch näher beschäftigen wollen. Es geht um den Entwurf des Landesentwicklungsplanes (LEP). Er liegt den Kommunen zur Bewertung vor.

Die Frage, die der Lothar Pörtner von den Unabhängigen als Erster aufwarf, lautete: „Schließt sich die Stadt der Stellungnahme des Städte- und Gemeindebundes an oder bringt sie noch Nideggen-spezifische Aspekte vor?“ Ausschussvorsitzende Ulrike Weingart (SPD) hatte zuvor darauf hingewiesen, dass die Stadt zum Beispiel mit Blick auf potenzielle Gewerbegebiete schnellstmöglich Beschlüsse fassen müsse, um nicht in ihrer Entwicklung gebremst zu werden.

Weil der Kreis Dürener Anfang Dezember eine Informationsveranstaltung zum Landesentwicklungsplan anbietet, werden die Mitglieder des Ausschusses diese besuchen und dann wohl im Januar den LEP-Entwurf und die Ergebnisse der Voruntersuchung diskutieren.

Am Dienstag zeigte sich aber schon, dass manche Politiker neuen Windrädern im Nideggener Stadtgebiet kritisch gegenüberstehen. Sigurd Nießen, der CDU-Ortsvorsteher von Nideggen, sprach sich dafür aus, die Voruntersuchungen abzubrechen, wenn die Mehrheit des Rates dagegen sei: „Wir brauche keine zusätzlichen Flächen, wir haben in Schmidt doch schon eine Konzentrationsfläche.“

Bürgermeisterin Margit Göckemeyer hielt ihm entgegen, der Rat habe die Voruntersuchung beschlossen und sie finanzieren lassen. Deshalb sollte sie auch abgeschlossen werden. Klaus Droste, der Grüne, wetterte gegen Nießen: „Dann erklären Sie aber auch den Einwohnern, wie die Einnahmen, die uns ohne die Windräder fehlen, zu kompensieren sind.“

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