Ewige Jugend im Austausch für die eigene Seele

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Eine Art moderner Faust: Aber Dorian Gray dürstet es nicht nach Wissen, und Weisheit sondern nach der ewigen Jugend.

Düren. „The Picture of Dorian Gray” ist Oscar Wilde´s berühmtes Meisterwerk und ein Grund dafür ist, dass der Autor in diesem Stück seine eigene Persönlichkeit mit einer unerbittlichen Strenge und Ehrlichkeit erforscht.

Die Geschichte handelt von einem wunderschönen, jungen Mann, der seine Seele gegen die ewige Jugend tauscht und der letzten Endes von seinen dunklen Machenschaften in die Verzweiflung, den Wahnsinn und schlussendlich in den Selbstmord getrieben wird. Das Schauspiel ist am 25. Februar, um 11 und um 19 Uhr in englischer Sprache im Haus der Stadt zu sehen.

Zum Inhalt: Dorian Gray ist eine Art moderner Faust, dessen Leben der Himmel auf Erden sein könnte, durch seine eigenen Handlungen zur Hölle wird. Er wird aber nicht wie in Faust von der Suche nach Wissen angetrieben, sondern es ist seine Besessenheit nach oberflächlichen Dingen die sein Handeln bestimmt. Oscar Wilde hat all das, was wir als „modern” empfinden, ob es nun gut oder böse sein möge, geprägt. Er erkannte die Gefahren die dadurch entstehen, wenn Schönheit einen höheren Stellenwert als die Wahrheit hat, der äußere Schein für wichtiger gehalten wird als das Wesentliche und wenn die Jugend über die Weisheit gestellt wird.

Oscar Wilde war auch der erste große Schriftsteller, der sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekannte, und somit ist „The Picture of Dorian Gray” auch ein Angriff gegen Engstirnigkeit und Vorurteile. Zitate des Stücks wurden von seiner Verteidigung sowie von der Anklage bei der Gerichtsverhandlung oft zitiert, die zu seiner Verhaftung und auch zu seinem Tod führte. Durch seinen Tod verlor die englische Literatur ein Genie auf dem Höhepunkt seines Könnens. Die Geschichte von Dorian Gray ließ Oscar Wildes eigenes Schicksal vorausahnen und ist heute immer noch ergreifend und relevant.
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