Evivos Gegner Friedrichshafen geht es schlecht

Von: Franz Sistemich
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Die Freude der Sieger: Sebastian Gevert, Davic Meder, Tomas Kocian und Aljosa Urnaut bejubeln den Einzug in das Pokal-Halbfinale. Foto: Sistemich

Düren. Trainer Michael Mücke stellte ihnen die Fahrt nach Friedrichshafen frei: „Wenn Dennis Deroey und Georg Klein lieber in Düren bleiben wollen, können sie es tun.“ Die beiden angeschlagenen Evivo-Volleyballer stiegen aber am Freitag in den Bus. Ob sie aber auch spielen werden, ist fraglich. „Dass sie mitfahren, zeigt doch, welcher Teamgeist in der Mannschaft herrscht“, freute sich Betreuer Helmut Schmitz.

Deroey und Klein wollen ihre Kollegen während des heutigen Meisterschaftsspiels beim VfB zumindest moralisch unterstützen.

Es stellt sich die Frage: Wie werden die Spieler von Trainer Stelian Moculescu auf die Pokalpleite bei Evivo Düren reagieren? Das überraschend deutliche Aus wird nicht spurlos an den Häflern vorbeigegangen sein. „Der Trainer wird sie bestimmt rundmachen“, meinte beispielsweise Dürens Annahmespieler Tim Elsner. Oder wird Moculescu feinfühlig versuchen, seine Spieler aufzurichten?

In Friedrichshafen scheint jedenfalls eine gewisse Ratlosigkeit zu herrschen. Der Frust ist groß: „Ja, es geht uns jetzt schlecht, und wir würden gerne unsere Wunden lecken, als Profisportler musst du aber nach vorne schauen“, zitiert die Pressestelle des VfB Kapitän Joao José. Und deshalb moniert der Mittelblocker der Extraklasse einen Minuspunkt seiner Mannschaft an, der vergangenen Mittwoch auch zur Niederlage führte: „Wir müssen als Team auf dem Feld stehen und uns als Einheit präsentieren.“ Außerdem nehmen sich die Häfler vor, wieder zur alten Aufschlagstärke zurückzufinden, um so Dürens Annahme ins Wanken zu bringen, die Voraussetzung für ein effektives Angriffsspiel.

Schließlich nennt auch die Statistik einen Grund für Dürens Sieg, der den VfB-Akteuren überhaupt nicht gefällt: Während Evivo aus der Abwehr heraus 30 Bälle zum Zupieler brachte und die Angreifer aus diesen Möglichkeiten 15 Punkte machten, verteidigten die Gäste in der Arena nur 19 Bälle in der Abwehr und verwerteten nur 26 Prozent von ihnen.

Auf einen Pluspunkt vom Mittwoch müssen die Dürener an Deutschlands größtem See verzichten: Zwar werden wieder einige Fans nach Friedrichshafen reisen, aber sie können natürlich nicht die Stimmung herbeizaubern, die in der Arena herrschte: „Meine Spieler sind auf der Stimmungswelle, die die Fans erzeugt haben, gesurft und haben so erst recht zum ‚Fighting Spirit‘ gefunden“, freute sich Mücke. Auf die Unterstützung der Fans setzen jetzt die Häfler: „Wir brauchen sie mehr denn je. Jeder, der kommt, kann uns helfen“, appellierte José.

Kann Düren deshalb aus der aktuellen Lage des VfB Hoffnung schöpfen, den ersten Sieg am Bodensee zu erreichen oder wird der VfB humorlos Revanche nehmen? Tim Elsner meint jedenfalls: „Abschlachten werden sie uns nicht. Und wenn bei denen wieder nicht viel zusammenläuft, sollten wir versuchen, dies auszunutzen.“

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