Düren - Evivos Bilanz ist deutlich bessser als im vergangenen Jahr

Evivos Bilanz ist deutlich bessser als im vergangenen Jahr

Von: Von Guido Jansen
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Georg Klein (rechts) gehört zu den Spielern, die die Evivo-Führung gerne in Düren halten möchte.
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Ziehen eine positive Bilanz: der sportliche Leiter Goswin Caro (l.) und Gesellschafter Erich Peterhoff.

Düren. Vor einem Jahr fiel die Bilanz negativ aus. Vor einem Jahr hat Volleyball-Bundesligist Evivo Düren einen drastischen Spakurs eingeschlagen. Der wird beibehalten. Trotzdem ziehen Gesellschafter und Hauptsponsor Erich Peterhoff und der sportliche Leiter Goswin Caro eine deutlich positivere Bilanz.

Evivo hat die Saison auf Platz sechs beendet. Ziel erreicht?

Erich Peterhoff: Wir haben alle Ziele erreicht. Sportlich, emotional und finanziell. Nach der schwierigen Saison 2011/12 haben wir alles auf den Prüfstand gestellt und uns eine strenge Haushaltsdisziplin auferlegt. Ein Jahr später haben wir erlebt, dass wir eine Mannschaft haben, die das Publikum wieder begeistert. Außerdem ist uns auf dem Weg der Konsolidierung ein großer Schritt gelungen.

Goswin Caro: Sportlich hatten wir das Ziel Playoffs ausgegeben. Wir haben Platz sechs und damit die direkte Qualifikation erreicht. Damit liegen wir über unseren Vorgaben. Wenn ich mir die letzten Momente der Saison in Erinnerung rufe, dann sehe ich ein Publikum, das sich von den Plätzen erhebt, obwohl die Mannschaft kurz davor ist, im Viertelfinale auszuscheiden. Das zeigt uns, dass Volleyball in Düren ankommt.

Wie lauten die neuen Ziele?

Peterhoff: Wir wollen weiter konsolidieren. Gleichzeitig ist es uns wichtig, das Publikum weiter zu begeistern.

Caro: Natürlich gehört da ein bisschen Glück zu. Wir können Spieler holen, deren Profil zu uns passt. Aber wir können den Leuten nur vor den Kopf schauen. Es ist auch ein wenig Glück, wenn man eine Mannschaft wie die aktuelle aufbaut, in der jeder Spieler mit Professionalität und Emotion bei der Sache ist. Da gebürt dem Trainer und jedem Spieler großer Dank.

Trainer Michael Mücke hat verlängert. Wie sieht die neue Mannschaft aus?

Peterhoff: Wir würden gerne den Charakter der Mannschaft erhalten. Die Gespräche laufen. Es gibt einige unserer Spieler, die auch bei anderen Klubs gefragt sind. Da müssen wir handeln. Aber nicht um jeden Preis. Wir bleiben unserem Kurs der Haushaltsdisziplin treu. Ich bin aber vorsichtig optimistisch, dass es uns gelingt, wichtige Spieler an uns zu binden.

Werden Sie versuchen, einen Kracher an Land zu ziehen, um die Mannschaft zu verstärken?

Caro: Ja, aber nicht um jeden Preis. Wenn es uns frühzeitig nicht gelingt, einen Spieler zu finden, der uns verstärkt, dann werden wir nicht nervös. Wir haben im vergangenen Sommer gesehen, dass der Markt auch spät noch gute Spieler zu bieten hat, die sich verpokert haben. Einen Dennis Deroey haben wir drei Wochen nach Trainingsbeginn verpflichtet.

Mit dem großen Geld kann Düren nicht locken. Was macht Evivo für Spieler attraktiv?

Peterhoff: Wir bieten jungen Spielern ein Sprungbrett. Das sieht man an unserem Abwehrchef Blair Bann, der eine starke Saison gespielt hat, uns jetzt verlässt und sicher lukrative Angebote hat. Außerdem bieten wir den Spielern ein professionelles und gleichzeitig familiäres Umfeld. Und Sicherheit. Das ist viel wert. Wir sollten uns aber auch nicht kleiner reden als wir sind. Wir zahlen nicht das Geld, das die Spitzenvereine ihren besten Spielern bieten können. Bei Angeboten, die große Klubs an junge Spieler machen, können wir allerdings durchaus mithalten.

Caro: Im aktuellen Kader stehen einige Spieler, die noch auf Geld von ihren ehemaligen Vereinen warten. Das gibt es bei uns nicht.

Wächst der Etat nach der erfolgreichen Saison, so dass Sie mehr investieren können?

Peterhoff: Der Illusion, dass wir neue Großsponsoren finden, geben wir uns nicht hin. Unsere Sponsoren sind regionale, mittelständische und kleine Unternehmen. Die Treue unter unseren Sponsoren ist groß. Und wenn ich mir anschaue, dass die Sponsoren nach dem Fanklub die ersten waren, die die Mannschaft stehend mit eindrucksvollen Ovationen aus der Saison verabschiedet haben, dann sehe ich, dass sie emotional hinter der Sache stehen. Es ist ein Erfolg, dass wir schon jetzt frühzeitig finanzielle Sicherheit für die kommende Saison haben.

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