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Evivo wehrt den ersten Angriff ab

Von: Franz Sistemich
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Im Block auch eine Macht: Georg Klein und Matthias Pompe stellen sich erfolgreich Rottenburgs Diagonalangreifer Sven Metzger entgegen. Foto: Franz Sistemich
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Die Anspannung fällt auch bei Jaromir Zachrich ab: Der Sieg gegen Rottenburg tat Evivos Spielern gut. Foto: Franz Sistemich

Düren. Das Überraschungsmoment, glaubt Michael Mücke, lag am Dienstagabend auf Dürener Seite: „Der TV Rottenburg kannte die Spielweise von Ciaran McGovern nicht.“ Wegen einer Verletzung am Fuß hatte der kanadische Zuspieler des Tabellenfünften beispielsweise bei der 0:3-Niederlage Evivos beim Moerser SC zum Abschluss der Hinrunde nur zuschauen dürfen.

Dienstag war die Verletzung soweit ausgeheilt, dass Mücke den Steller in die Startformation schickte. McGovern nutzte die Gunst der Stunde und verteilte das Spielgerät so variabel und präzise, dass Dürens Angreifer die Block- und Feldabwehr der Gäste aus Baden-Württemberg düpierten.

Bereits in der Anfangsphase des ersten Satzes, der zunächst ausgeglichen verlief, zeichnete sich ab, dass McGovern Spielzüge auf Lager hatte, die den TVR vor Probleme stellen würden. „Er hat schnell gespielt und hat auch immer wieder die Mitte ins Spiel gebracht“, analysierte Hallensprecher Helmut Schmitz. Und er sagte lächelnd: „Die Rottenburger Blockspieler haben sich doch gar nicht mehr nach außen getraut.“

Und auf eben diesen Außenpositionen durften dann Dürens Angreifer schalten und walten, wie sie wollten. Diagonalangreifer Sebastian Gevert beispielsweise verbuchte zwölf Angriffspunkte, seine Pendants auf Rottenburger Seite, Markus Pielmeier und Sven Metzger, kamen zusammen auf diesen Wert.

Zwei Änderungen

Geändert hatte Dürens Coach seine Startformation auch in der Annahme. Am Niederrhein hatte Matthias Pompe nach einer Operation zunächst passen müssen, war eingewechselt worden: „Ich fühlte mich vor zwei Wochen noch nicht so richtig fit“, sagte der Routinier.

Dienstagabend ließ auch er Rottenburgs Blockspieler und Feldabwehr immer wieder alt aussehen: Neun Punkte bejubelte der Annahmespezialist und Außenangreifer. Der war natürlich nicht nur wegen des 3:0 bester Laune, sondern auch, wie seine Mannschaft generell die Partie bestritten und vor allem, wie sie nach der 2:0-Führung und der zehnminütigen Pause den dritten Abschnitt dominiert hatte: „Es ist in der Regel so, dass sich die Mannschaft, die zurückliegt, dann noch einmal aufbäumt, um die Niederlage zu verhindern.“ Und beim führenden Team könne sich schon einmal ein zu großes Sicherheitsgefühl einschleichen: „Deshalb ist es sehr wichtig, dass du im Kopf stark bleibst und sofort zeigst, dass du gewinnen willst.“ Das wollte Düren unbedingt.

So stellte Evivo die Weichen wieder schnell auf Satz- und damit Spielgewinn. Dieser Erfolg in der Festung Arena kam den Hausherren nach dem ernüchternden 0:3 beim Moerser SC wie gerufen: „Die Frage lautete ja: Wie hat die Mannschaft die Niederlage verkraftet?“, setzte vor der Partie auch Trainer Michael Mücke ein Fragezeichen hinter der mentalen Verfassung seiner Schützlinge. „In den ersten Minuten lief es noch nicht so rund“, waren sich Mücke und Pompe einig. „Aber dann haben wir uns schnell freigespielt. Damit kam des Selbstvertrauen. Und so ist es uns gelungen, fast während der ganze Partie mit breiter Brust den Rottenburgern gegenüberzutreten“, sagte Matthias Pompe und fuhr fort: „Dieser Sieg gibt natürlich weiteres Selbstvertrauen mit Blick auf die kommenden Partien.“

Wichtig sei vor allem, dass der Vorsprung auf den siebten Platz vergrößert worden sei. „Den ersten Angriff in der Rückrunde auf unseren fünften Platz haben wir also abgewehrt“, freute sich auch Michael Mücke, „auch weil wir den Gegner nach dem ersten Satz absolut im Griff hatten.“ Mal schauen, wer wen am Montag im Griff hat: Dann tritt Evivo bei Meister Berlin Recycling Volleys an.

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