Düren - Evivo: Streicheleinheiten trotz Niederlage

Evivo: Streicheleinheiten trotz Niederlage

Von: Peter Leuchter
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Evivo hat am Samstag 0:3 gegen Haching verloren. Foto: sis

Düren. Nach Verabschiedung, Wahl der „Wichtigsten Spieler“ und diversen Foto-Sessions trommelte Trainer Michael Mücke seine Mannschaft noch auf dem Spielfeld zu einem Kreis zusammen. Arm in Arm standen sie da, Zachrich, Filo, Gevert und die anderen, während Mücke auf sie einredete. 0:3 hatten die Dürener gerade gegen Haching verloren. Aber Mücke holte nicht die verbale Rute raus, sondern verteilte Streicheleinheiten.

„Ich habe ihnen gesagt, dass das gut war, dass wir uns im dritten Satz wieder rausgekämpft haben. Das war gut für unser Selbstvertrauen, gut für die Fans, den Vorstand und die Sponsoren.“

Denn mit der Partie gegen den Spitzenreiter der Volleyball-Bundesliga hat die Weihnachtspause begonnen. Erst im Januar steht das nächste Punktspiel an, in Moers. Auch ohne Punktspiel fließt der Schweiß aber weiter. Sogar am 2. Weihnachtstag wird Mücke sein Team zum Training bitten.

Damit will er die Leistung, die Düren gegen Haching nur zeitweise abliefern konnte, stabilisieren. „Ein Satz auch gegen Haching ist drin, wenn wir am Limit spielen“, ist etwa Jaromir Zachrich überzeugt. So sah das Dürener Spiel in den beiden ersten Sätzen aber nicht aus. Nach couragiertem Auftakt mit einer 9:8-Führung „hat sich der Schlendrian eingeschlichen“, sagte Zachrich. „Wir haben wirklich keinen unnötigen Fehler ausgelassen“, ärgerte er sich.

Diese, gepaart mit der Hachinger Luftüberlegenheit, sorgten für deutliche Verhältnisse. 12:1 lautete die Blockbilanz zugunsten der Gäste. Und wenn Mittelangreifer Marcus Böhme seine 2,11 Meter hoch schraubte und zuschlug, war jeder Widerstand zwecklos. Neun seiner elf Attacken veredelte Böhme zu Punkten. Von dieser Bilanz konnte der am häufigsten angespielte Dürener, Sebastian Gevert, nur träumen. 23 Schmetterschläge setzte der Deutsch-Chilene. Aus neun wurden Punkte.

Comeback von AJ Nally

Auf der Habenseite konnte Düren immerhin das Comeback des lange verletzten AJ Nally verbuchen. Im zweiten Satz neu in die Startformation gerückt, holte er mit seiner ersten Ballberührung gleich den ersten Punkt. Aber die Fehlerquote auf Dürener Seite blieb hoch. Und was ins Feld ging, endete oft bei Hachings Libero Ferdinand Tille. „Da verzweifelt man auf Dauer, wenn man immer wieder neu anlaufen muss, um den Punkt zu machen“, zollte Dürens Mittelblocker Georg Klein dem Abwehrchef der Gäste hohen Respekt.

Klein hätte den dritten Satz, den Haching nach einem atemberaubenden Finish mit 25:23 gewann, sogar noch spannender machen können. Eine verunglückte Hachinger Annahme wollte Klein zum Punktgewinn nutzen, blieb aber im Block hängen. Statt 21:21 hieß es 22:20 für die Gäste – damit hatten sie den entscheidenden Vorsprung herausgespielt, den sie mit ihrer individuellen Klasse ins Ziel retteten.

„Man darf nicht erwarten, dass man Düren in seiner Halle in jedem Satz zu 16 distanziert“, war Gäste-Trainer Mihai Paduretu trotz des knappen Spielendes mit dem Auftreten seines Teams einverstanden.

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