Düren - Evivo schickt Dresden im Schnellverfahren nach Hause

Evivo schickt Dresden im Schnellverfahren nach Hause

Von: Guido Jansen
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In der Partie gegen Dresden zeigte Angreifer AJ Nally (rechts) eine starke Leistung. Er hofft, dass seinem Team in den kommenden Spielen noch eine Überraschung gelingen kann. Foto: Guido Jansen

Düren. Nein, der glatte Sieg des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren über den VC Dresden ist kein Maßstab. Düren hat den Tabellenletzten aus Sachsen im Schnellverfahren mit 3:0 aus der heimischen Arena geschossen. 25:13, 25:15, 25:19 lauteten die Satzergebnisse in einem Duell, das von Anfang an ein ungleiches war.

Düren hat die stark ersatzgeschwächten Dresdener vor 1400 Zuschauer in der Arena Kreis Düren einfach nicht mitspielen lassen – kein Maßstab für die letzten fünf Partien vor dem Beginn der Playoffs.

Drei der letzten fünf Gegner stehen unter den besten Vier. Dazu kommt Moers, der Dürener Konkurrent im Rennen um Platz fünf. Und das Auswärtsspiel beim CV Mitteldeutschland, das Düren schlichtweg gewinnen muss, wenn es vor Moers bleiben will. Los geht’s am nächsten Sonntag mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenführer Friedrichshafen, dem einzigen Ort in Bundesliga, in dem Düren noch nie gewinnen konnte.

„Immer weiter gesteigert“

Da kann ein Heimspiel gegen den angeschlagenen Letzten schlecht als Maßstab herhalten. Aber vielleicht als kleiner Fingerzeig. „Wir hatten einen schweren Start in das neue Jahr. Aber danach haben wir uns immer weiter gesteigert“, sagte Kapitän Jaromir Zachrich nach dem Sieg über Dresden. Die Siege über Rottenburg, Coburg und Dresden waren allesamt recht souverän. Einzig in Coburg hat Evivo sich einen Satz lang einen Ausreißer nach unten geleistet. Im Vergleich zur Hinrunde spielt Düren jedoch deutlich konstanter.

Damals gelangen die Siege gegen die drei aufgezählten Gegner nur mit Hängen und Würgen. „Es sieht so aus, als hätten wir unser Niveau gefunden“, sagte Angreifer AJ Nally. Düren spielte zuletzt konstanter, die Ausreißer nach unten sind weniger geworden als in der Hinrunde. Das wurde gegen Dresden an einer Tatsache deutlich: Düren hat sich von den Gäste nicht nach unten ziehen lassen, sondern die Partie konsequent zu Ende gespielt.

Eine Mannschaft, die ihr Niveau noch nicht gefunden hat, hätte vermutlich nachgelassen. „Wir haben das ganze Spiel viel Druck mit dem Aufschlag gemacht und sehr gut geblockt. Diese Block-Erlebnisse tun uns gut“, sagte Trainer Michael Mücke angesichts von 14 direkten Blockpunkten in drei Sätzen. Ein starker Wert.

Das Grund-Niveau als Basis scheint Evivo gefunden zu haben. Jetzt geht es darum, den einen oder anderen Ausreißer nach oben darauf aufzubauen. „Ich glaube, dass wir noch mehr im Tank haben“, sagte AJ Nally. Platz sechs und damit die direkte Qualifikation für die Playoffs hat Düren so gut wie sicher, das wichtigste Saisonziel ist jetzt schon fast erreicht.

Konstanz beweisen

„Das ist gut. Aber ich habe das Gefühl, dass keiner bei uns in der Mannschaft damit zufrieden ist, solide im Mittelfeld mitzuspielen“, sagte der US-Amerikaner weiter. Nach den Pflichtsiegen zuletzt will Düren die neue Konstanz beweisen. Das würde die Mannschaft schon tun, wenn sie von den Top-Teams Friedrichshafen, Bühl und Haching nicht mehr so deutlich geschlagen werden würde wie in der Hinrunde.

„Wir können für eine große Überraschung sorgen. Davon bin ich überzeugt“, sagte Nally. Möglicherweise reicht eine Überraschung in den letzten fünf Spielen der Normalrunde nicht mehr dafür, um in die Top 4 zu kommen. Aber sie würde Platz fünf ein Stück weit sicherer machen und zeigen, dass Düren in der Lage ist, einem Favoriten ein Bein zu stellen. Auf dem Weg in die Playoffs wäre das sicher nicht die schlechteste Erkenntnis.

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