Evivo: Mückes Wehmut weicht Freude auf schöne Zeit

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
5248031.jpg
Evivo Dürens Libero Blair Bann (rechts) verlässt den Klub, sein Landsmann Ciaran McGovern (Mitte) spielt beim Bundesligisten vor. Foto: Jansen

Düren. Der Trainer des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren ist ein wenig traurig: „Am Ende einer Saison kommt schon ein wenig Wehmut auf, weil man nicht weiß, welcher Spieler bleibt und von welchem Aktiven man sich verabschieden muss“, sagt Michael Mücke. Die Zeit der Ballwechsel ist vorbei. Die Zeit der Gespräche mit den Spielern des aktuellen Kaders ist gekommen – und die Zeit, in denen sich Spieler selbst oder über ihre Berater den Vereinen anbieten.

Mücke wäre aber nicht Mücke, wenn er dem Ende einer Saison nicht etwas Positives abgewinnt: „Das Ende läutet aber auch eine spannende und schöne Zeit ein, in der ein Kader zusammengestellt werden soll, von dem man hofft, dass seine Spieler genauso erfolgreich sind und die Fans genauso begeistern wie die Mannschaft der abgelaufenen Saison.“

Möglichst schnell Klarheit

In den Mittelpunkt rücken deshalb jetzt neben Michael Mücke zwei andere Verantwortliche des Erstligisten: Erich Bernd Peterhoff und Goswin Caro. Ihr Zeitplan ist klar: In den nächsten Tagen sollen die Entscheidungen fallen, mit welchen Spielern Evivo nicht mehr plant. Und möglichst schnell soll mit den Aktiven ein neuer Vertrag abgeschlossen werden, die als Gerüst für den neuen Kader angesehen werden. Dieser soll wieder zwölf Spieler inklusive des Dürener Eigengewächses Dennis Barthel umfassen. Der Etat, der den Machern für die neue Evivo-Auswahl zur Verfügung steht, wird sich in der Größenordnung der Saison 12/13 belaufen.

„Nach der Saison 11/12 sind trotz des wenig berauschenden Verlaufs alle Sponsoren an Bord geblieben“, sagt Erich Bernd Peterhoff. Deshalb geht der Evivo-Gesellschafter davon aus, dass auch nach dieser Saison, in der Trainer und Mannschaft das Publikum mit leidenschaftlichem Spiel begeisterten, die Sponsoren Evivo die Treue halten, so nicht ein wirtschaftliches Problem einen Sponsor von seiner weiteren Unterstützung abhält: „Die drei Hauptsponsoren und die Mehrzahl der Co-Sponsoren haben bereits ihre weitere finanzielle Unterstützung zugesagt“, gibt Peterhoff einen Zwischenstand bekannt. Die Gespräche mit den weiteren Sponsoren werden in den nächsten Wochen geführt.

In den kommenden Tagen, Wochen und Monaten werden die Spieler des aktuellen Kaders nicht auf der faulen Haut liegen, obwohl die Meisterschaft für sie nach dem Ausscheiden im Viertelfinale der Play-off-Runde beendet ist. Während der Osterferien trainieren sie noch – mit einem Gastspieler in dieser Woche: Der kanadische Zuspieler Ciaran McGovern, der in Slowenien spielt, zeigt vor dem Abflug in die Heimat seine Fähigkeiten. Und er wird nicht der letzten Aktive sein, der Coach Mücke und den anderen Verantwortlichen von Evivo von seinem Können überzeugen will.

Nach den Osterferien dürfen Dürens Volleyballer das Spielgerät drei Wochen in die Ecke legen und sich erholen. Dann bittet Michael Mücke die Spieler noch einmal für zwei Monaten zu den Übungseinheiten in die Arena Kreis Düren, die Stätte, in der in der angelaufenen Saison rund 18.000 Zuschauer ihr Team angefeuert haben. Gegenüber der Vorsaison steigerte sich der durchschnittliche Besuch um rund 300 Zuschauer pro Spiel. Die meisten Fans pilgerten mit jeweils über 2000 Fans zu zwei Partien gegen den VfB Friedrichshafen in die Arena. „Die Fans haben wieder die Leistungen des Teams honoriert“, freut sich Mücke.

Keine Enttäuschung

Sein Team, sagt der Coach, habe ihn in keinem Spiel enttäuscht. Frustriert sei er deshalb auch nur im Hauptrundenspiel gegen die „Häfler“ gewesen, weil eine Grippewelle seine Mannschaft zu sehr geschwächt habe, um Friedrichshafen in der Arena Paroli zu bieten.

Dafür bot Evivo, als der Druck am größten war, die beste Saisonleistung: „Beim CV Mitteldeutschland hat sie überragend gespielt und den sechsten Platz verdient behauptet.“ Und auch deshalb empfindet der Coach etwas Wehmut, andererseits: einen neuen Kader zusammenzustellen, macht doch auch Spaß.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert