Evivo: Michael Mücke hat nichts gegen Spannung

Von: Franz Sistemich
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Er bleibt Kapitän des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren: Jaromir Zachrich besitzt weiter das Vertrauen seines Trainers Michael Mücke. Foto: Franz Sistemich
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Er ist Blair Banns Nachfolger: Libero Erik Mattson. Foto: Franz Sistemich

Düren. „Lass es doch spannend sein“, sagte Trainer Michael Mücke. Der Schalk blitzte aus den Augen, ehe der Trainer des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren fortfuhr: „Das ist doch auch für die Zuschauer interessant.“ Natürlich kann man es so sehen wie der erfahrene Coach.

Doch so mancher Evivo-Verantwortliche hätte sich diese Spannung in der abgelaufenen Saison gerne erspart: Erst am letzten Spieltag sicherten sich Mückes Mannen mit dem Sieg beim CV Mitteldeutschland den direkten Einzug in die Play-off-Runde.

Und eben diesen direkten Einzug, der mit der Minimalplatzierung Rang 6 verbunden ist, strebt der Erstligist auch in der kommenden Spielzeit an. Und dies wieder mit einer runderneuerten Mannschaft, der vier Deutsche, fünf Nordamerikaner, ein Deutsch-Chilene, ein Niederländer und ein Slowake angehören. Aus vier „alten“ Spielern und acht Zugängen muss Trainer Mücke wieder ein Team formen, das nicht nur mindestens Platz 6 erreichen soll, sondern auch wieder für emotionalen Volleyball steht.

Die ersten Eindrücke stimmen den Coach zuversichtlich: „Individuell betrachtet ist die Mannschaft besser besetzt. Und auch in den Trainingseinheiten hat sich schon eine positive Entwicklung angedeutet.“ Waren die Spieler zu Beginn im Umgang miteinander doch noch sehr zurückhaltend, so kommt jetzt immer mehr Kommunikation im Training auf. Und: Die ersten Spieler, die sich zu Führungspersönlichkeiten im neuen Team entwickeln könnten, hat der Coach schon ausgemacht. Namen nennt Mücke aber nur einen: „Jaromir Zachrich bleibt mein Kapitän.“ Wie schon bei seinem Amtsantritt vor etwas über einem Jahr legte sich Mücke auch jetzt früh auf seinen Spielführer fest. Und der bleibt eben Zachrich.

Wer nun aber die Nachfolge von Tim Elsner als Zachrichs Stellvertreter antritt, da schweigt sich der Trainer noch aus. In den kommenden Wochen wird er den gruppendynamischen Prozess genau beobachten, um die richtige Entscheidung zu treffen.

Zehneinhalb Wochen hat Mücke Zeit, um seine Mannschaft auf das erste Pflichtspiel vorzubereiten. Am 16. Oktober steht der Meisterschaftsauftakt mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger Bottrop an. „Diese Zeit braucht man aber auch – und vor allem viele, viele Spiele.“

18 Partien in Testspielen und Turnieren bestritten Evivos Volleyballer vor der abgelaufenen Saison, 16 bis 20 sollen es auch in der aktuellen Vorbereitungszeit sein. Der September wird deshalb der Monat sein, in denen kein Wochenende für Zachrich und Co ein freies sein dürfte. Die Gegner stehen zum Teil schon fest. Evivo wird wieder gegen belgische und niederländische Teams antreten, wird gegen Mannschaften aus dem westlichen Ausland auch in der Arena Kreis Düren angreifen und abwehren: Am 26. September findet der Sihl-Cup an der Nippesstraße statt.

Geplant ist auch wieder ein Wochenende, in dem die Spieler unter sich sein sollen. Team-Buildung lautet wieder das Zauberwort. Wanderten die Spieler vor der abgelaufenen Saison vom Rurtal aus nach Schmidt zum DTV-Heim und verbrachten dort ein Wochenende, um einen großen Schritt Richtung eingeschworenes Team zu machen, so suchen die Verantwortlichen noch einer geeigneten Maßnahme.

Ideen gibt es genug, versichern sie. Allerdings: Manche Überlegung scheitert am finanziell Machbaren.

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