Evivo kann Platz 5 perfekt machen

Von: Franz Sistemich
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Steve Hunt gehört zu den jungen Spielern Evivos, die mit der Zeit abgebrühter werden können. Doch schon am Samstag sollten die Jungspunde abgezockt beim CV Mitteldeutschland bestehen. Foto: Guido Jansen

Düren. Das Beste an der Niederlage von Evivo Düren gegen den TV Ingersoll Bühl war ein anderes Ergebnis des Mittwoch-Spielstages der Volleyball-Bundesliga: Der Moerser SC verlor in eigener Spielstätte gegen Aufsteiger VSG Coburg/Grub 2:3. Angesichts dieser Niederlage fiel die 1:3-Verlustpartie Dürens nicht so sehr ins Gewicht.

Der Vier-Punkte-Vorsprung des Tabellenfünften von der Rur auf den Sechsten vom Niederrhein hat weiter Bestand.

Doch auch das Ergebnis einer weiteren Begegnung sorgte in der Arena Kreis Düren für Erstaunen: Dass der VfB Friedrichshafen beim CV Mitteldeutschland gewinnen würde, war eigentlich so sicher wie das Amen in der Kirche. Aber: Die Mannschaft vom Bodensee siegte in Spergau nur 3:2. Mitteldeutschland sicherte sich damit zumindest einen Punkt und demonstrierte eindrucksvoll: Evivo Düren muss sich am heutigen Samstag auf einen heißen Tanz gefasst machen. Um 19.30 Uhr wird die Partie in der Jahrhunderthalle angepfiffen.

An diesem drittletzten Spieltag kann die Entscheidung über den fünften Platz fallen: Landet Düren den Pflichtsieg und kehrt mit drei Punkten zurück, könnte der Vorsprung auf den Moerser SC sieben Zähler betragen; denn der MSC muss beim VfB Friedrichshafen antreten. Und dort hängen die Trauben erfahrungsgemäß sehr hoch.

Doch Obacht: „Nicht nur die Partie gegen den VfB hat bewiesen, dass der CV Mitteldeutschland keinen schlechten Volleyball spielt“, sagte Dürens Coach Michael Mücke über den nächsten Gegner. So musste auch der deutsche Meister Berlin Recycling Volleys in Spergau zumindest einen Satz abgeben, wie sich Michael Mücke erinnert.

Und auch Georg Klein, der Mittelblocker, warnte davor, den Vorletzten der Zehnerliga zu unterschätzen: „Wir müssen genauso konzentriert in die Partie gehen, als spielten wir gegen Bühl oder Berlin.“ Als „jung und willig“ bezeichnete Dürens Annahmespezialist und Außenangreifer Matthias Pompe den heutigen Gegner, dem man tunlichst mit Respekt begegnen sollte.

Allerdings weist der CV nur neun Punkte, Düren dagegen 23 auf. Folglich gibt es durchaus gravierende Unterschiede zwischen beiden Teams, die Düren zu seinen Gunsten in die Waagschale werfen sollte. „Der Gastgeber spielt nicht konstant genug. Die Leistungsunterschiede auch in einem Spiel sind sehr hoch“, sagte Klein. Deshalb gelte es für Evivo: „Möglichst während der ganzen Partie auf möglichst hohem Niveau agieren.“ Oder wie Matthias Pompe sagte: „Du musst jedem Gegner respektvoll begegnen und dann versuchen, ihn schlecht zu spielen.“

Dürens Spieler sind jedenfalls gewarnt: Gegen den VfB gingen die Mitteldeutschen bei den Aufschlägen beispielsweise volles Risiko. Und sie hatten mit dieser Abteilung Attacke Erfolg. Außerdem „haben sie clever angegriffen“, wie Mücke nach dem Studium der Videobilder feststellte.

Jetzt stellt sich also die Frage, ob der CV mit dem früheren Friedrichshafener Co-Trainer Ulf Quell dieses hohe Niveau wieder wird abrufen können. Oder ob das Pendel – analog zur Feststellung von Georg Klein – in die andere Richtung ausschlägt.

Mit allen Mann ist Evivo am Freitag Richtung Spergau gereist. Alle Spieler sind auch fit., auch der unter der Woche erkrankte AJ Nally. Mücke hat die Qual der Wahl.

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