Düren - Evivo in der Endrunde: Kein Druck, aber hoch motiviert

Evivo in der Endrunde: Kein Druck, aber hoch motiviert

Von: Guido Jansen
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Der Dürener Block, hier mit Jaromir Zachrich und Aljosa Urnaut, muss in Friedrichshafen stehen. Foto: Jansen

Düren. Alle Mann im Bus. Der Volleyball-Bundesligist Evivo Düren rollte am Freitag mit voller Kapelle gen Bodensee. Da findet am Samstag um 19.30 Uhr das erste Spiel im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft statt. Gegner und klarer Favorit ist der VfB Friedrichshafen. Das Rückspiel steigt am kommenden Samstag um 19.30 Uhr in der Arena Kreis Düren. Chancenlos ist Düren allerdings keinesfalls.

Das hat die Mannschaft von Trainer Michael Mücke im November schon einmal bewiesen, als sie den VfB mit einem 3:0 aus dem Pokalwettbewerb geworfen hat. Damals steckte der in dieser Saison ungewöhnlich anfällig spielende Rekordmeister in einer Krise. Beim jüngsten Aufeinandertreffen war das Kräfteverhältnis umgekehrt. Der VfB spielte im Februar in Düren mit neuem Elan, Evivo war grippekrank und nicht auf der Höhe. Die Folge: ein glattes 3:0 für den Rekordmeister.

Nun will die Dürener Mannschaft von Trainer Michael Mücke einen erneuten Versuch wagen, den erfolgsverwöhnten Klub vom Bodensee zu ärgern. „Ich brauche keinen meiner Spieler zu motivieren. Die wissen alle, worum es geht“, sagte Mücke vor der Abfahrt. Gespannt sein dürfen die Fans und Volleyball-Experten, welches Vorbereitungskonzept besser funktioniert.

Das des dienstältesten Bundesliga-Coaches Stelian Moculescu vom VfB, der mit seiner Mannschaft in den drei spielfreien Wochen seit Saisonende viel getestet und trainiert hat. Oder das des Mannes, der am zweitlängsten in der Bundesliga trainiert. Michael Mücke hat seinem angeschlagenen Team zuerst eine Woche freigegeben, damit die vielen kranken Spieler sich erholen können. Danach ging´s mit frischen Akkus in zwei Wochen intensive Vorbereitung, ohne Testspiele, dafür mit viel Detailarbeit hinter verschlossenen Türen.

„Wir sind gut drauf“, sagte Mücke. Ob das reicht, um endlich das erste Spiel der Dürener Volleyball-Geschichte am Bodensee zu gewinnen, sei dahingestellt. „Wir werden einfach unser Bestes geben und schauen, wie viel wir damit erreichen können“, gab der Trainer die Marschroute vor.

Evivo will erreichen, dass die Sätze möglichst lange knapp bleiben, damit der VfB nach einer Saison mit einigen unerwarteten Rückschlägen keine Sicherheit aufbauen kann. Dafür müssen die Dürener Stärken besser funktionieren als beim jüngsten Aufeinandertreffen. Im Februar klappte die geschwächte Annahme nicht wie gewohnt, selbiges galt für die Block- und Feldabwehr und den Aufschlag. Ist Düren hier diesmal besser, dann steigen die Chancen.

Gänzlich in eigener Hand hat Düren den Ausgang des Spiels am Bodensee nicht. Sollte der VfB zur Dominanz alter Tage zurückfinden, dann hat Düren einen schweren Stand. Ein Problem aus Evivo-Sicht die die jüngste Neuverpflichtung des VfB. Valentin Bratoev ist Nationalspieler beim Olympia-Vierten Bulgarien. Der Angreifer gilt als Verstärkung, hat allerdings noch kein offizielles Spiel für Friedrichshafen bestritten. Entsprechend gibt es kein Videomaterial, das Mücke hätte auswerten können. An der Vorgabe des Trainers ändert das nichts. „Wir haben keinen Druck und sind hoch motiviert.“

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