Friedrichshafen/Düren - Evivo: Gut mitgespielt, nichts mitgenommen

Evivo: Gut mitgespielt, nichts mitgenommen

Von: Lukas Weinberger
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Evivo
Stark gespielt, aber trotzdem eine Niederlage kassiert: Dürens Blair Bann (links) und Dennis Deroey. Foto: Jansen

Friedrichshafen/Düren. Über 550 Kilometer fährt man nicht einfach so. Eine solch lange Reise soll sich lohnen – auch für Evivo Düren. Entsprechend groß waren die Ziele, die der Volleyball-Bundesligist vor dem ersten Viertelfinale der Play-offs beim VfB Friedrichshafen im Gepäck hatte: Die Dürener wollten dem Favoriten ein Bein stellen.

 Und der Weg, den Evivo eingeschlagen hatte, war der richtige. Etwas Zählbares brachte der couragierte Auftritt aber nicht: Letztlich verlor das Team von Trainer Michael Mücke mit 0:3 (20:25, 20:25, 19:25).

„Ich bin dennoch zufrieden“, urteilte Mücke. „Wir haben phasenweise stark mitgehalten.“ Schon der erste Durchgang sollte aber zeigen, warum das am Samstagabend nicht ausreichte: Evivo war zwar im Spiel, hielt mit – mehr aber nicht. Friedrichshafen führte schnell 7:4 und 13:9. Die Rurstädter eilten immer einem Rückstand hinterher, knabberten zwar wieder und wieder ein Stück vom Vorsprung ab, doch in Bedrängnis bringen konnten sie den deutschen Vorzeigeclub nicht mehr. Die Gastgeber zogen ihre Bahnen, brachten den ersten Satz mit 25:20 schließlich sicher in den Hafen.

Im zweiten Durchgang fand Evivo noch besser ins Spiel, erarbeitete sich erst eine 4:1-, dann eine 12:10-Führung. Entscheidende Vorteile brachte das dem Team von der Rur nicht: Mit starken Aufschlägen – unter anderem von Ventzislav Simeonov und dem bulgarischem Neuzugang Valentin Bratoev – zogen die Hausherren Evivo erneut den Zahn. „Ihre Aufschläge waren sehr gut“, kommentierte Mücke nach Spielende. „Und sie haben uns so manches Mal vor Probleme gestellt.“ Und weil die Annahme eben immer wieder einmal wackelte, war Evivos Angriffsspiel oft zu durchsichtig.

Nicht in Satz 3 – der lief für die Volleyballer von der Rur zunächst wie am Schnürchen: Diagonalangreifer Sebastian Gevert schmetterte zum 3:1, schlug ein Ass zum 8:5. Und Evivo hielt den Vorsprung, führte 12:8 und 19:17. Dann riss der Faden allerdings: Mückes Volleyballern gelang kein Punkt mehr, das Team vom Bodensee hingegen machte acht in Folge – und damit den Sack zu. Zu viele Fehler und falsche Entscheidungen im Angriffsspiel hatten Evivo diesmal auf die Verliererstraße gebracht. „Uns hat Routine gefehlt“, konstatierte Evivos Trainer. „Man darf nicht vergessen, dass wir ein sehr junges Team haben.“

Gelohnt hat sich die lange Reise dennoch, zumal der Abstand zwischen beiden Teams längst nicht so groß war wie die Kilometerzahl, die beide Städte trennt: „Wir haben gesehen, dass wir gut mithalten können“, sagte Mücke. Der nächste Schritt soll am Samstag folgen, wenn Friedrichshafen zum Rückspiel in die Arena kommt: „Die Punkte, die uns auswärts gefehlt haben, werden wir dann holen“, ist der Trainer sicher. Dann würde Düren ausgleichen und am Mittwoch vor Ostern erneut reisen. 550 Kilometer, die Evivo gerne noch einmal fahren würde.

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