Evivo: Geschlossene Teamleistung wird belohnt

Von: Guido Jansen
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Evivo Moers
Bejubeln einen beeindruckenden Sieg gegen Moers: Dürens Dennis Deroey und Tim Elsner. Foto: Guido Jansen

Düren. Ein größeres Kompliment hätte der Moerser SC dem Dürener Abwehrchef Blair Bann nicht machen können. Der Gegner von Evivo Düren im jüngsten Volleyball-Bundesliga-Duell hat versucht, Bann aus dem Spiel zu lassen. Kaum ein Aufschlag flog in Richtung des Kanadiers.

Der 24-Jährige muss sich teilweise vorgekommen sein wie der unterbeschäftigte Torwart einer Fußballmannschaft, die nicht eine Chance für ihren Gegner zulässt. Die Taktik der Moerser ist nicht aufgegangen. Evivo hat sich in einem Duell der direkten Playoff-Konkurrenten deutlich mit 3:0 gegen den West-Rivalen durchgesetzt. Das 25:22, 25:23, 25:15 hätte sogar noch deutlicher ausfallen können.

„Wir haben mit einigen Höhen und Tiefen gespielt“, erklärte Bann nach der Partie. Beunruhigend waren die Schwankungen allerdings nicht. Schließlich kommt es darauf an, auf welchem Niveau geschwankt wird.

„Wenn unser tiefstes Niveau so hoch ist wie das beste des Gegners, dann können wir damit wohl ziemlich gut leben“, sagte der Kanadier mit einem Lächeln auf den Lippen. Blair Bann ist stellvertretend für den Unterschied, der am Samstag vor 1500 begeisterten Zuschauern in der Arena Kreis Düren zwischen Evivo und Moers gelegen hat. Dass der Neuzugang aus Kanada stark in Annahme und Abwehr ist, hat sich in der Liga mittlerweile herumgesprochen.

Bann ist die Nummer zwei der Statistik, was das Verarbeiten der gegnerischen Aufschläge angeht. Also suchen sich die Teams auf der anderen Netzseite den schwächeren Dürener Spieler. Der ist in diesem Fall der Belgier Dennis Deroey. Der steht allerdings auf Nummer drei der Rangliste. Das Zahlenwerk verrät zudem, dass Bann und Deroey in den Top 10 die Spieler sind, die mit Abstand am meisten Bälle gebaggert und gepritscht haben. Dürens Annahme in dieser Saison ist eine Bank.

Gegen den taktischen Flatterausschlag, der mit weniger Wucht, dafür aber mit List und Tücke serviert wird, schickt Evivo nur Bann und Deroey ins Feld. Moers beispielsweise versucht, diese Aufgabe zu Dritt zu bewältigen. Drei Wackelkandidaten gegen zwei sicher stehende Eckpfeiler – so lautete die Bilanz aus diesem Duell am Samstag. Dürens Spielaufbau war deswegen deutlich sicherer und somit die Basis für den Sieg. Vorne am Netz profitierten andere Spieler davon. Die Blocker beispielsweise, die ob des unsicheren und damit einfach zu durchschauenden Spielaufbaus auf der Moerser Seite häufiger wussten, wo sie ihre Hände setzen mussten.

Ein weiterer Grund dafür, dass Evivo die Partie phasenweise deutlich dominiert hat: Der bessere Aufschlag, der die ohnehin nicht so sattelfesten Moerser oft empfindlich getroffen hat.

Die große Angriffswucht, die der Gegner von Niederrhein im Idealfall entwickeln kann, kam nur selten zum Tragen. In Block und Aufschlag hatte Georg Klein großen Anteil am Dürener Sieg, deswegen wurde er zum besten Spieler der Partie gewählt.

Darüber hinaus überzeugten auch Tim Elsner, Merten Krüger und Peter Lyck Hansen, die eingewechselt wurden und dem Team sofort weiter geholfen haben. „Heute sind zehn Spieler zum Einsatz gekommen. Jeder bei uns auf dem Feld hatte seinen Anteil am Sieg. Wir haben ein sehr tief besetztes Team“, sagte Blair Bann. „Das zeigt ganz einfach, dass es bei uns in der Mannschaft zu 100 Prozent stimmt. Das ist unsere größte Stärke.“

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