Evivo findet bei Nonnen Unterschlupf

Von: Franz Sistemich
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Auf Jelle Hilarius lastet in den Partien gegen den TV Ingersoll Bühl die Verantwortung: Weil Sebastian Gevert ausfällt, muss der Niederländer über die Diagonalposition angreifen.

Düren. „Jetzt beginnt der Spaß“, freut sich Michael Mücke auf das Auswärtsspiel am Dienstag. Es findet in Bühl statt und stellt den Auftakt der Play-off-Runde dar. „Und vielleicht können wir mit göttlichem Beistand ja auch zum ersten Mal in dieser Saison den TV Ingersoll besiegen“, sagt der Trainer des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren und schmunzelt.

Denn der Evivo-Tross übernachtet von Dienstag auf Mittwoch in einem Kloster. Die Schwestern vom Göttlichen Erlöser bieten den Sportlern in ihrem Gästehaus des Klosters Maria Hilf für eine Nacht Unterkunft. Wo normalerweise Menschen einen Ort der Ruhe und Besinnung für innere Einkehr und Meditation finden, kehren Trainer, Spieler und die medizinische Abteilung vor dem Hinspiel des Viertelfinales um die deutsche Meisterschaft ein.

Das beginnt in der Großsporthalle um 20 Uhr und wird eine schwere Aufgabe werden: „Im ersten Satz des Hauptrundenspiels sind wir beim TV Ingersoll gehörig unter Druck gesetzt worden“, erinnert sich Mücke. Der Gast aus dem Rheinland steigerte sich in der Nähe von Baden-Baden, konnte die Niederlage aber ebenso wenig verhindern wie die Verlustpartie im Rückspiel.

Das aber zählt nicht mehr: „Wir haben die ganze Saison auf die Play-off-Runde hingearbeitet – und jetzt wollen wir sie genießen“, gibt der Trainer die Marschrichtung vor. „Alles wird auf Null gestellt, was gelaufen ist, ist Schnee von gestern: Wir wollen in das Halbfinale“, betont der Dürener Coach.

Zwei Siege in maximal drei Spielen sind notwendig. Die muss Düren ersatzgeschwächt anstreben: Diagonalangreifer Sebastian Gevert fällt wegen seiner Hüftprobleme aus. Er muss operiert werden und dürfte seinem Trainer erst zur Vorbereitung auf die neue Saison wieder zur Verfügung stehen.

Aber: „Wir haben ja Jelle Hilarius“, ist der Coach von seinem Ersatzmann überzeugt. Der Niederländer ist in der vergangenen Saison in seiner Heimat als Diagonalangreifer nationaler Meister geworden. „Dieses Wissen nehmen wir mit in die Spiele gegen Bühl“, sagt Mücke.

Wichtig wird es bereits im Hinspiel sein, mit einer druckvollen Aufgabe die Annahme der Hausherren so zu beschäftigen, dass die Bühler kein variantenreiches Angriffsspiel aufziehen können. „Wir werden das Risiko bei den Aufschlägen suchen“, betont Mücke. Und ansonsten gilt: Block- und Feldabwehr sind auch gefragt.

Das Rückspiel findet am Sonntag ab 18 Uhr in der Arena statt.

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