Düren - Evivo: Dürener siegen vor begeisterter Kulisse

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Evivo: Dürener siegen vor begeisterter Kulisse

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
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Die Annahme von Evivo Düren war ein Garant für den 3:1-Sieg über Meister Berlin. Libero Erik Mattson stand wie seine Mitstreiter sicher. Foto: sis

Düren. „Für ein derartiges Spiel vor einer solch beeindruckenden Kulisse habe ich jahrelang hart trainiert.“ Evan Barry, der Zuspieler des Volleyball-Bundesligisten Evivo, war am Sonntagabend überglücklich: Er war einer der Garanten des 3:1-Sieges Dürens über den Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys.

Zum Bundesliga-Auftakt gegen Aufsteiger Bottrop hatte der US-Amerikaner noch zuschauen müssen. Nach einer Fußoperation war der Neuzugang nicht rechtzeitig fit geworden. Am Sonntag lieferte er vor 2150 begeisterten Zuschauern eine Partie ab, die auch dem Bundestrainer Respekt nötigte: „Evan Barry hat seine Angreifer sehr gut in Szene gesetzt“, lobte der Belgier.

Hatte jemand vor dem ersten Ballwechsel mit einem Sieg Evivos gegen den Tabellenführer gerechnet? Fans waren jedenfalls optimistisch: „Alles kann passieren, die Chancen stehen 50:50“, war sich Lisa Frings sicher. Und Bert Kleinen meinte: „Berlin ist zwar klarer Favorit, aber alle unsere Spieler sind fit, und Evivo ist immer für eine Überraschung gut“, sagte er und schmunzelte.

Zumal: „Wenn das Publikum wie ein Mann hinter dem Team steht, ist ein Sieg wirklich drin“, sprach das Mitglied der Moskitos, nahm seine Trommel und malträtierte sie 114 Spielminuten lang.

Doch nicht nur Kleinen und Lisa Frings feuerten ihre Mannschaft frenetisch bis zum Sieg an. Die Spieler selbst trieben sich immer wieder an. Auf dem Feld, das stellten die Zuschauer fest, steht eine Mannschaft, die von der Einsatzbereitschaft und von der Emotionalität dem Vorjahresteam in Nichts nachsteht.

Um Mannschaftskapitän Jaromir Zachrich haben Evivos Verantwortliche eine auch Mannschaft zusammengestellt, die einem Mitspieler nach einem Fauxpas sofort aufbaut. Es war Diagonalangreifer Sebastian Gevert, der im dritten Abschnitt kurz vor dem Satzball einen Ball ins Netz statt ins gegnerische Feld pritschte.

Die Zuschauer stöhnten kollektiv aus, Gevert biss in sein Trikot, Zachrich eilte als erster Mitspieler herbei und munterte den Deutsch-Chilenen auf. Und auch Gevert selbst knickte nicht ein. „Wir haben alle unglaublich während des ganzen Spiels gefightet“, bilanzierte Außenangreifer Matthias Pompe.

Diesen Kampfgeist unterstützten die Fans mit einer Anfeuerung, die nach dem letzten Ballwechsel die Arena in ein Tollhaus verwandelte. Und so stimmten Lisa Frings, Bert Kleinen und die Spieler in die „Humba“ ein.

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