Evivo Düren: Die Cleverness des Primus‘ macht den Unterschied

Von: Lukas Weinberger
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Phasenweise auf Augenhöhe: Am Ende verlor Evivo mit Georg Klein und Peter Lyck Hansen aber gegen die Recycling Volleys. Foto: Bartgens

Berlin/Düren. Es kam wie erwartet. Der Doppelspieltag in Berlin hat dem Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren einen Sieg und eine Niederlage beschert. Während das Team von Trainer Michael Mücke gegen Schlusslicht VCO Berlin am Sonntag nach Startschwierigkeiten deutlich gewann, reichte es am Samstag gegen den souveränen Tabellenführer Berlin Recycling Volleys trotz guter Leistung nur zu einem Satzgewinn.

Wie schon im Hinspiel gelang es den Dürenern auch am Samstagabend, den haushohen Favoriten ins Wanken zu bringen. Aber die Berlin Recycling Volleys fielen wieder nicht – auch weil es Evivo an Abgebrühtheit fehlte. Am Ende hieß es in der Berliner Max-Schmeling-Halle 1:3 (16:25, 25:23, 20:25, 19:25) aus Dürener Sicht. „Es gab viele Bälle, die wir zum Punkt hätten verwandeln können, es aber nicht getan haben“, analysierte Michael Mücke. Und auf der anderen Seite des Netzes stand ein Team, das so etwas mit Routine und Cleverness bestraft. Bestes Beispiel: der erste Satz. Evivo hatte Chancen, den Spitzenreiter zu ärgern, Berlin wirkte müde. Aber die Dürener nutzten ihre Möglichkeiten nicht. Und so waren es doch die Hausherren, die das Heft in die Hand nahmen, auf 19:12 davonzogen – und den Vorsprung ins Ziel brachten.

Dass die Dürener durchaus in der Lage sind, den Berlinern Paroli zu bieten zeigte Durchgang 2: Eine Aufschlagserie von Tomas Kocian bescherte Evivo die frühe Führung, die Mückes Team bis zum Satzgewinn verteidigte. „Da haben wir uns durchgesetzt“, konstatierte der Evivo-Trainer. „Und auch im dritten und vierten Satz haben wir teilweise auf Augenhöhe gespielt.“ Warum Evivo die Sätze und das Spiel dennoch den Berlinern überlassen musste? Weil die Recycling Volleys erneut ihre ganze Erfahrung und die Klasse von Paul Carroll in die Waagschale warfen. „Den haben wir nicht in den Griff bekommen“, urteilte Mücke. Unzufrieden war er aber keineswegs. „Wir haben phasenweise richtig gut gespielt“, bilanzierte der Trainer. „Dass der Gegner besser war, muss man akzeptieren.“

Ganz anders das zweite Spiel des Wochenendes: Gegen den VCO Berlin war Evivo am Sonntag der haushohe Favorit – und hatte mit dieser Rolle zunächst seine Probleme. Die Dürener fanden nicht ins Spiel, lagen 8:12 hinten. Und trotz mehrerer kleiner Zwischenspurts gelang es Mückes Team nicht mehr, die deutsche Junioren-Nationalmannschaft, die sieglos auf dem letzten Tabellenplatz liegt, wirklich in Bedrängnis zu bringen. Im Gegenteil: Die Junioren des VCO hatten Blut geleckt, bauten den Vorsprung aus. Und dann war die Überraschung perfekt: Das Schlusslicht gewann den ersten Satz 25:23 gegen Evivo. „Nach einem kräftezehrenden Spiel wie am Samstag kann es schon einmal vorkommen, dass der Start misslingt“, analysierte Mücke ohne seinen Spielern einen Vorwurf zu machen. Denn sein Team gab sich danach keinerlei Blöße mehr: 25:12, 25:14 und 16:25 lauteten die weiteren deutlichen Satzergebnisse. „In diesen drei Durchgängen sind wir absolut souverän aufgetreten und haben eindeutig gezeigt, dass wir das Spiel gewinnen wollten“, bilanzierte der Trainer zufrieden.

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