Evivo: Auswärtssieg ist einfach Pflicht

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
4769791.jpg
Ob Mannschaftskapitän Jaromir Zachrich (rechts) auch am heutigen Samstag mit seinen Teamkollegen gegen den VC Dresden jubeln kann, ist fraglich: Der Mittelblocker ist stark erkältet. Foto: Sistemich

Düren. Das Hinspiel war eine interessante Angelegenheit. Zumindest gilt dies für den ersten Satz. Denn in diesem spazierten die Volleyballer von Evivo in der Arena Kreis Düren hart am Rande des Satzverlustes. 16:21 und 21:23 lagen sie gegen die Aktiven des Aufsteigers VC Dresden zurück. Der Neuling beeindruckte.

Doch er war schließlich dem Willen des Gastgebers nicht gewachsen. Der setzte mit seinen Aufschlägen die Annahme der Sachsen zu sehr unter Druck. Den Rest erledigten die Angreifer Evivos. Von diesem Satzverlust erholten sich die Dresdener nicht mehr. 3:0 gewannen die Hausherren. Heute ist die Ausgangslage klar: „Wenn wir in die Play-offs und unter die besten sechs Teams wollen, dann ist ein Sieg in Dresden Pflicht“, sagt Dürens Trainer Michael Mücke.

Zur Erinnerung: In dieser Saison steht nach der Normalrunde für die ersten sechs Mannschaften eine kleine Pause an. Die Teams auf den Plätzen sieben bis zehn ermitteln in einer sogenannten Pre-Play-off-Runde die beiden restlichen Teilnehmer der eigentlichen Play-off-Runde.

Folglich gilt: Evivo möchte sich diese vorgeschaltete Runde ersparen. Und Evivo möchte nicht unbedingt den sechsten Platz belegen. Denn wie üblich muss sich der Sechste mit dem Tabellendritten im Viertelfinale auseinandersetzen. Und der ist nach Lage der Dinge der VfB Friedrichshafen.

Ergo möchte Evivo den fünften Rang den seinen nennen, am besten noch den vierten Platz verteidigen. Denn in diesem Fall dürfte Düren das entscheidende dritte Spiel – sollte es zu diesem kommen – in der Arena Kreis Düren gegen einen Kontrahenten auf Augenhöhe – beispielsweise Moers, Bühl oder Rottenburg – austragen.

Also ist heute ein Sieg Pflicht beim Tabellenvorletzten. Doch geht Mücke keinesfalls von einem Spaziergang bei den Sachsen aus, obwohl sie nur zwei Siege vorzuweisen haben: „Wir müssen dennoch sehr aufpassen und unser bestes Volleyball spielen, damit wir Dresden unter Kontrolle halten können.“

Denn Mücke ist überzeugt, dass die Hausherren frisch, unbekümmert und mutig aufspielen werden: „Für sie ist es doch wichtig, dass sie in den Pre-Play-offs zur Hochform auflaufen, also haben sie am Samstag nichts zu verlieren.“ Der Respekt vor dem Gastgeber gebietet Mücke, in ihn intensiv studiert und seine Schwächen und Stärken analysiert zu haben. Also sagt er: „Wir müssen direkt mit dem Aufschlag Druck ausüben, um die Sachsen in Schwierigkeiten bringen zu können.“

Ob der Mannschaftskapitän bei diesem Vorhaben eine wichtige Rolle spielen kann, entscheidet sich erst heute: Jaromir Zachrich ist erkältet. Sein Einsatz fraglich. Aber Davic Meder, der vom Zweitligisten Mendig nach Düren wechselte, bewies im Testspiel gegen Zwolle, dass er Zachrich würdig vertreten kann.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert