Evangelische Gemeinde unterstützt seit 30 Jahren Projekte in Südamerika

Von: Sandra Kinkel
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Auch die Kinder und Jugendlich
Auch die Kinder und Jugendlichen im Internat von Nueva Germania werden von der Dürener Gemeinde unterstützt.

Düren. „Wir sind froh und dankbar”, sagt Pfarrer Stephan Schmidtlein, „dass wir seit genau 30 Jahren diese Partnerschaft mit Peru und Paraguay haben.”

Gemeinsam mit Pfarrer Wolfgang Hindrichs, der vor 30 Jahren die Dürener Hilfe für Lateinamerika mit initiiert hat, sowie Anke Harms und Christian Bohm macht sich Schmidtlein in wenigen Wochen auf den Weg, um am Urumbamba im Heiligen Tal der Inkas zusammen mit den Projektpartnern aus Peru und Paraguay das Jubiläum der Freundschaft zu feiern.

Die Verantwortlichen der Evangelischen Gemeinde in Düren haben damals beschlossen zwei Prozent der Kirchensteuermittel für Projekte in der Dritten Welt auszugeben. Pfarrer Stephan Schmidtlein: „Wir hören immer die Frage, warum wir nicht Projekte in Düren unterstützen. Erstens tun wir das natürlich auch und zweitens ist es unser Verständnis von Kirche, dass wir uns verantwortlich fühlen für das Zusammenleben der Menschen in der Welt.”

Das erste Projekt der Evangelischen Gemeinde in Huancayo in Peru war eine Schule für Straßenkinder, die sich mittlerweile zu einem echten Berufsschulzentrum für über 1000 Kinder und Jugendliche entwickelt hat, die hier eine richtige berufspraktische Ausbildung bekommen. Einige der Absolventen der Schule bekommen nach ihrer Ausbildung einen Mikrokredit, der ihnen helfen soll, sich selbstständig zu machen.

In Zurite werden Bäuerinnen und Bauern in ökologischem Landbau ausgebildet. Es gibt ein Internat mit 40 Plätzen, die Ausbildung dauert vier bis sechs Wochen. Ein ähnliches Projekt gibt es in Mollepata. Hier werden Landwirte in einer Obstbaumschule auf den eigenen Obstanbau vorbereitet. In Cuzco befindet sich die Poliklinik. Die Evangelische Gemeinde unterstützt hier das Projekt „Extramuros”.

Jeden Tag fährt ein Ärzteteam in die entlegenen Dörfer der Region. Darüber hinaus werden mit Dürener Hilfe ein Krankenhaus, ein Internat und eine Landwirtschaftsschule. Wolfgang Hindrichs: „Man kann sagen, dass wir unsere Partner seit 1982 jedes Jahr mit rund 75 000 Euro unterstützen.”

Seit einigen Jahren werden keine Kirchensteuermittel mehr für die Projekte in Südamerika ausgegeben, sondern nur noch Spendengelder und Kollekten. Stephan Schmidtlein: „Was unsere Hilfe von anderen Projekten unterscheidet, ist, dass es wirklich eine echte Partnerschaft ist. Das heißt, wir helfen langfristig, und hören nicht dann auf, wenn es Probleme gibt, oder ein Projekt einmal nicht gelingt.”

Wenn die Abordnung aus Düren von ihrer Reise ins Heilige Tal der Inkas zurückgekehrt wird, sollen die komplette Gemeinde und alle interessierten Dürener und Dürenerinnen über die Arbeit informiert werden. Pfarrer Stephan Schmidtlein: „Natürlich freuen wir uns auch immer über Menschen, die uns bei unserer Arbeit in Lateinamerika unterstützen möchten. Und da meine ich nicht nur finanziell, sondern durch aktive Mitarbeit.”

Wer Pfarrer Schmidtlein, Pfarrer Hindrichs und ihre Mitstreiter unterstützen möchte, kann sich unter Tel. 02421/ 6933579 melden.
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