Eva Wiedemann freut sich auf ihr Heimspiel

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Am St. Angela-Gymnasium hat alles begonnen: Am morgigen Dienstag steht die Dürener Schauspielerin Eva Wiedemann im Haus der Stadt auf der Bühne.

Düren. Wenn es am morgigen Dienstag, 31. Januar, um 20 Uhr im Haus der Stadt Düren auf der Theaterbühne heißt „Lass das mal den Willi machen“, hat die junge Schauspielerin Eva Wiedemann, die in der Komödie Willis Nachbarin verkörpert, ein Heimspiel.

Sie ist nämlich vor 28 Jahren im Krankenhaus Düren geboren, in Frauwüllesheim aufgewachsen, bis heute dort verwurzelt und hat bereits während ihrer Schulzeit im St. Angela-Gymnasium die Schauspielerei als ihre große Leidenschaft entdeckt.

Wenn Eva Wiedemann erzählt, wird spürbar, wie dankbar sie für die Unterstützung durch ihre Familie, ihre Lehrer und Freunde ist, die ihr dabei geholfen haben, ihre Leidenschaft für das Theater zum Beruf zu machen.

Diese Leidenschaft begann bereits im vierten Schuljahr in der Grundschule Eschweiler über Feld mit der Rolle des „Dornröschen“. Sie entdeckte dabei, dass man mit Stimme und Gestik etwas erschaffen und die Zuschauer mit hineinnehmen kann in andere Welten: „Wenn man als Schauspieler die Menschen anspricht und berührt, hat man es richtig gemacht.“

An der St. Angela-Schule förderten der Musiklehrer und die Französischlehrerin, die auch eine Theater-AG anbot, die Leidenschaft für die Schauspielkunst weiter. Eva Wiedemann nahm an Schulaufführungen teil, stand unter anderem in „Grease“ und „Ritter Rost“, als Helena im „Sommernachtstraum“ und als Grusche im „Kaukasischen Kreidekreis“ auf der Bühne. Die Eltern hatten Verständnis für den ungewöhnlichen Berufswunsch der Tochter, der sich schon sehr früh verfestigte, bestanden aber auf dem Abitur, das Eva Wiedemann mit Bravour ablegte.

„Es ist für mich eine ganz besondere Erfahrung, wenn ich im Haus der Stadt als Schauspielerin auf der Bühne stehe, auf der ich vor zehn Jahren das Abiturzeugnis mit dem Wunsch des Lehrers ausgehändigt bekam, mit diesen Noten ein Stipendium anzustreben“, erzählt sie. So ein Universitätsstudium kam für sie nicht in Frage. Sie folgte der Einladung des Leiters der Kölner Schauspielschule, der sie in einer Schulaufführung im Molière-Stück „Der eingebildete Kranke“ gesehen hatte.

Als eine von 20 bestand sie unter über hundert Bewerbern die Aufnahmeprüfung, verließ die Schule acht Semester später mit dem Diplom und der staatlichen Anerkennung als Schauspielerin. Nach ihrem Debut am Kölner Theater Tiefrot wurde sie vom Fleck weg als Gretchen für die Clingenburg Festspiele engagiert, spielte zum ersten Mal vor 600 bis 700 Zuschauern statt vor 60 bis 70. Es folgten intensive Jahre an verschiedenen Bühnen, auf denen sie unter anderem Schillers Luise, Goethes Gretchen, die Buhlschaft in Jedermann, aber auch Heidi und Pippi Langstrumpf war.

Eva Wiedemann genießt es, so viele Rollen lebendig werden zu lassen, verschweigt aber auch nicht die Schattenseiten: „30 Nächte in 30 Hotels während einer Tournee, nur wenige Tage frei, an Silvester drei Vorstellungen hintereinander – auch das gehört zum Schauspielersein!“

Gelegentlicher Gastauftritt

Mit dem Stück „Lass das mal den Willi machen“ steht sie mit dem Landestheater Rheinland-Pfalz jeweils einen Monat im Schlosstheater Neuwied und einen Monat im kleinen Theater in Bonn auf der Bühne. Einer der gelegentlichen Gastauftritte des Landestheaters an anderen Spielstätten ist der im Haus der Stadt Düren, auf den sich Eva Wiedemann besonders freut.

Es darf viel gelacht werden in der Komödie, in der es um Gefühle geht, um Liebe, Eifersucht und Rache, was sie zeitlos macht. Es werden viele da sein, die Eva auf ihrem Weg begleitet haben. „Von meiner Zahnärztin bis zu meiner Grundschullehrerin sitzen alle im Publikum!“ Und sie wird mit Sicherheit den einen oder anderen Blick in den Zuschauerraum riskieren. „Dann freue ich mich, wenn ich sehe, dass alle Freude haben!“

Übrigens: Im September wird die Schauspielerin mit dem Kleinen Theater Bad Godesberg wieder Station in Düren machen, diesmal mit dem Stück „Honig im Kopf“.

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