Europapolitiker Schulz: Chancengleichheit soll oberste Priorität haben

Von: bel
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Dietmar Nietan (r.), Kandidat der SPD für den Kreis Düren, im Gespräch mit Martin Schulz, MdEP, und einigen lokalen Honoratioren der Partei vor der Kulturhalle Langerwehe. Foto: bel

Langerwehe. Nach kurzen Rückblick auf die Geschichte der SPD in der Region Aachen, wo die Partei vor Jahren viele Landräte und Bürgermeister stellte, kam der Vorsitzende der sozialistischen Fraktion im Europaparlament, Martin Schulz, zur Sache.

In der Kulturhalle in Langerwehe setzte sich der ehemalige Bürgermeister von Würselen mit den Ideen sozialdemokratischer Politik auseinander.

„Schutzmacht der kleinen Leute”

Dabei nahm er sich einen Wahlspruch von Johannes Rau zu Hilfe: „Wir, die SPD, sind die Schutzmacht der kleinen Leute!” Oberste Priorität sei die Chancengleichheit in Bildung und Qualifizierung. Es gehe nicht an, dass in Deutschland jährlich 80.000 junge Menschen die Schulen ohne Abschluss verließen. Der Geldbeutel des Vaters und die Adresse der Familie dürfe nicht darüber entscheiden, welche Kinder und Jugendlichen eine Chance in der Gesellschaft bekommen.

Die Schwäche der SPD? Schulz benannte sie freimütig: „Wir haben uns auch zu lange mit diesem Zustand abgefunden!” Der Funke zu den Menschen im Saal sprang über. Der Europaparlamentarier sprach den Leuten aus der Seele. „Wir müssen Graswurzelarbeit leisten, wieder bei den Menschen an die Türen klopfen und uns mit ihnen auseinander setzen!”, rief Schulz.

Den politischen Gegner griff der Redner scharf an. Eine schwarz-gelbe Koalition wolle ein anderes System, einen anderen Staat, der nur die Eliten fördere. Das Geld für Steuersenkungen werde durch Umverteilung von Unten nach Oben beschafft, wo sonst könne das Geld herkommen, meinte Schulz.

Dietmar Nietan, Kandidat der SPD für den Bundestag, versprach, dass er sich in Berlin gegen eine Ellenbogengesellschaft und für eine Solidargemeinschaft einsetzen werde. „Ich möchte mich für Sie alle in Berlin krumm machen”, beteuerte er unter dem Applaus der Gäste.
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