Europäische Themen im Blick

Von: bel
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Europa im Blick: Schüler der
Europa im Blick: Schüler der 10. Jahrgangsstufe des Burgau-Gymnasiums diskutierten gestern unter anderem mit den Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer (l.) und Dietmar Nietan (2.v.r.). Foto: Elberfeld

Düren. Wie soll es mit Europa weitergehen? Diese Frage haben am Montag Schüler der Europaschule Burgau-Gymnasiums unter anderem zwei Bundestagsabgeordneten gestellt. Rede und Antwort standen den Pennälern vier Politiker aus der Region.

Die Dürener Vertreter in Berlin, Dietmar Nietan (SPD), Oliver Krischer (Grüne), CDU-Stadtratsmitglied Thomas Floßdorf und Alexander Plahr (FDP), der - wie er betonte - noch unbeleckt von politischen Ämtern ist.

Drei Themen hatten die Schüler der 10. Jahrgangsstufe ausgewählt: Da war einmal das aktuelle Flüchtlingsproblem vor den Grenzen Südeuropas. Was ist mit diesen Menschen zu tun, die auf überfüllten Nussschalen von Libyen oder Tunesien nach Europa wollen? Interessant für die jungen Menschen war auch die europäische Finanzkrise.

Ist der Euro noch zu retten? Sollen Länder wie Griechenland, Irland oder Portugal aus der europäischen Währung ausscheren? Der dritte Themenbereich drehte sich um den Beitritt der Türkei, jenes Landes, das seit rund zwei Jahrzehnten in die EU will, seiner politischen Gegebenheiten wegen aber (noch) nicht darf.

Die Menschenwürde

Die Politiker auf der Aulabühne machten sich die Sache nicht leicht. Thomas Floßdorf rückte die individuellen menschlichen Katastrophen einer Flucht ins Blickfeld. FDP-Politiker Plahr forderte einheitliche Standards. Es müsse europaweit zunächst eine menschenwürdige Unterbringung möglich sein, betonte er und erhielt Zustimmung von den anderen Diskussionsteilnehmern. Menschen auf Booten dürften nicht zurückgewiesen werden, wenn ihre Boote unterzugehen drohen. Europa, bekräftigte Krischer, dürfe sich nicht mit einer „DDR-Mauer” umgeben.

Auch in Fragen der europäischen Finanzkrise stimmten die Politiker darin überein, dass Freunden, auch zum Schutz des eigenen Landes geholfen werden müsse. Unterschiedliche Meinungen gab es bei der Frage einer Aufnahme der Türkei in die EU. Dietmar Nietan plädierte dafür, der Türkei eine Vollmitgliedschaft anzubieten, wenn das Land alle geforderten Kriterien für das Leben in einer Demokratie erfülle.

Vorbereitet worden war die Diskussion von Lehrer Ben Gülden im Fach Sozialwissenschaften. Geleitet wurde sie von Schulleiter Andreas Grüderich. Die Schüler dokumentierten erstaunliches Wissen über aktuelle europäische Themen und hatten mit akribischer Vorarbeit eine lebendige Diskussionsveranstaltung ermöglicht.
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