Merzenich - Europa bedeutet 70 Jahre Frieden

Europa bedeutet 70 Jahre Frieden

Von: Christoph Hahn
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Mit der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Patrizia Peill (vorne links) und anderen Mitstreitern stimmten Sabine Verheyen (vorne Mitte) auf die heiße Phase des Europa-Wahlkampfes ein. Foto: Christoph Hahn

Merzenich. Europas Zentrum lag für mehrere Stunden in Merzenich – zumindest, was die CDU des Kreises Düren, ihre Aktiven und die ihr nahe stehenden Bürger betrifft.

Europaparlamentarierin Sabine Verheyen aus Aachen und Patrizia Peill, stellvertretende Kreisvorsitzende und auf Platz 11 der Landesliste für die Europawahl am 25. Mai positioniert, informierten im Bürgerhaus mit weiteren Vertretern der Christdemokraten ihre Zuhörer und verklammerten bei der Themensetzung geschickt die EU- mit der Gemeinde-Ebene: „Gemeinsam erfolgreich – für starke Kommunen und ein stabiles Europa“ war die Veranstaltung überschrieben.

Mit ihren Parteifreunden definierte Sabine Verheyen den Sinn der beiden Veranstaltungen, deren zweite sich vor allem an engagierte Mitglieder richtete: „Wir wollen die Teamstimmung stärken und ein Ohr für einander haben.“ Die Aachenerin, die seit 2009 ihr Mandat im Brüsseler Parlament ausübt, verortete zudem im Wahlkampf „spürbare Unterschiede zwischen den politischen Parteien“. Darüber hinaus betrachte sie sich nicht als Konkurrentin zum Spitzenkandidaten der Sozialdemokraten, Martin Schulz, der – in Eschweiler geboren und in Würselen aufgewachsen – gleichfalls in der Region verwurzelt ist, denn: „Ich will ja nicht Kommissionspräsidentin werden.“

Kerngeschäft ihres Wahlkampfes sei es, immer wieder eine Frage zu beantworten: „Was haben wir von Europa?“ Ihre Antwort, der auch die Mitstreiter zustimmten: „Fast 70 Jahre Frieden, Wohlstand und Freiheit sind keine Selbstverständlichkeit.“

Und der auf ein große Öffentlichkeit hinzielende Appell: „Jeder, der nicht wähle geht, ist ein Schlag in das Gesicht der Menschen, die sich in Nordafrika und anderswo dieses Recht hart haben erkämpfen müssen.“ Fehlerlos sei dieses übernationale Gemeinwesen bei weitem nicht: „Wir brauchen ein Europa, das die Kernprobleme löst“, forderte Verheyen.

Auf die verbreitete Skepsis, vertreten nicht zuletzt durch die Protestpartei „Alternative für Deutschland“ (AfD), angesprochen, wandte die Abgeordnete zuerst ein: „Viele Gedanken sind nicht zu Ende gedacht.“ Kritikern der Währungshilfe für vom Staatsbankrott bedrohte Länder hielt sie entgegen: „Das System, wie wir es im Moment im Sinne von ‚Solidarität gegen Solidarität‘ fahren, ist der richtige Weg.“

Georg Gelhausen, der Vorsitzende des Merzenicher Ortsverbandes, bestätigte die Bedeutung der Entscheidungen der EU für die Politik vor Ort: „Die wichtigen Entscheidungen fallen in der Regel nicht mehr in Berlin – die fallen in Brüssel.“

Sabine Verheyen gab ihren Zuhörern derweil eine taktische Empfehlung für den Wahlkampf bis zum 25. Mai mit auf den Weg: „Wir sollten offensiv mit Europa umgehen.“

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