Düren - „Euregio-Challenge“: Sportler sprengen die nationalen Grenzen

„Euregio-Challenge“: Sportler sprengen die nationalen Grenzen

Von: Hendrik Buch
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Die Mädchen aus fünf Nationen mussten über 80 Meter auf die Laufbahn, eine von fünf Disziplinen ihres Mehrkampfes. Foto: Hendrik Buch
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Jan Wittschek vom DTV war vom Geist der Veranstaltung angetan. Mit seinem Stoß über 13 Meter war er auch sportlich sehr zufrieden. Foto: Hendrik Buch

Düren. Was in Kunst und Kultur selbstverständlich ist, das vermissen Helmut Jansen und seine Kameraden aus der Leichtathletik in unseren Nachbarstaaten im Bereich Sport vollkommen: „Es gibt quasi keine grenzübergreifende Sportförderung“, beklagt Jansen, Kreisverbandsvorsitzender und Abteilungsleiter der Leichtathleten beim TV Obermaubach.

Dies verstehe er vor allem nicht, weil es dem Sport besser als allem anderen gelänge, die Menschen zusammenzubringen. „Trotzdem denken wir im Sport immer noch nur in nationalen Grenzen.“

Was also die Politik nicht zu schaffen scheint, das nahmen im vergangenen Jahr die Obermaubacher Leichtathleten gemeinsam mit Freunden aus Belgien und den Niederlanden selbst in die Hand.

In Holland traf man sich zur ersten „Euregio-Challenge“ und gab den Startschuss für eine Veranstaltungsreihe, bei der Begegnung durch Vereinssport im Vordergrund stehen soll – und nicht die Herkunft.

Dass diese Idee zumindest unter den Athleten für Begeisterung sorgt, bewies die zweite Ausgabe der „Euregio Challenge“ am Wochenende in Düren: Aus drei wurden durch Luxemburger und Franzosen fünf Nationen, aus ebenfalls drei Vereinen wurden acht, die Teilnehmerzahl verdoppelte sich auf knapp 240.

Mächtig etwas los war daher auf dem Sportgelände an den Kaufmännischen Schulen. In allen Disziplinen der Leichtathletik ging es zur Sache: Springen, Werfen, Laufen. Von den Jüngsten mit unter acht Jahren bis zur Klasse über 35 maßen sich die Sportler in 15 Altersklassen im Mehrkampf.

Neben der Einzelwertung galt es zudem auch den Verein zu vertreten. Dass das Konzept durchaus anspricht, kann auch Jan Wittschek vom ebenfalls angetretenen Dürener TV bestätigen: „Es ist eine ganz andere Atmosphäre hier“, sagt der U18-Sportler nach einem erfolgreichen Kugelstoß über 13 Meter. Und: „Es ist kein klassischer Ergebnissport, sondern es geht um die Veranstaltung.“

Das Konzept von Helmut Jansen und seinen Mitstreitern scheint also aufzugehen. „Und am Ende profitieren davon auch die Ortschaften“, verrät der ehemalige Speerwerfer. „Es gab bereits viele gegenseitige Besuche, mit denen wir unsere Orte auch bekannt machen“, betont der Dürener Kreisverbandsvorsitzende abschließend.

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