Düren - Ethnologisch bedingtes Schwarzfahren? Dave Davis zu Gast in Düren

Ethnologisch bedingtes Schwarzfahren? Dave Davis zu Gast in Düren

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Düren. Kann man sich als Maximalpigmentierter weiß ärgern? Kann man auch ohne helles Köpfchen schlau sein? Und gibt es ethnologisch bedingtes Schwarzfahren? Berechtigte Fragen, die sich Dave Davis am 21. Januar in der Arena Kreis Düren stellt - in seinem ersten Bühnenprogramm „Spaß um die Ecke”.

Darin schlüpft der Bonner Comedian Davis mit ugandischen Wurzeln in die Rolle von Motombo Umbokko, seines Zeichens Toilettenmann einer berühmten amerikanischen Fast-Food-Kette. Und wenn Dave Davis dann kurz vor seinem Auftritt seinen weißen Kittel anzieht und die Hygienemütze überstülpt, dann setzt er gleichsam die Narrenkappe auf - und los gehts.

Mit seinem ansteckenden Lachen wickelt er das Publikum schon in den ersten Minuten um den Finger. Denn Dave Davis sprudelt vor Schalk im Nacken und schelmischem Humor. Aus der Sicht des vermeintlich naiven schwarzafrikanischen Asylbewerbers schildert er seine Begegnungen mit Deutschland und seinen Eingeborenen. Und da macht ihn einiges stutzig...

Viel Zeit zum Grübeln

Aber zum Glück hat der Toilettenmann ja viel Zeit zum Grübeln. Er will raus. Sich gesellschaftlich verbessern. Und schenkt man seinen schwarzen Asyl-Brüdern Glauben, kann es durchaus hilfreich sein, eine dicke Deutsche zu heiraten. Vielleicht schreibt sie ihm auch den Businessplan für die Gründung eines Kölner Fußpflege-Salons namens „Bläck Föös”? Man muss ja gucken, wo man bleibt.

Dave Davis steht für schwarzen Humor und farbigfrohen Wortwitz. In wechselnden Rollen bereichert der Newcomer die deutsche Comedy-Szene. Dave Davis ist Gewinner des Deutschen Comedypreises 2010 in der Kategorie „Bester Newcomer” und zweifacher Gewinner des Prix Pantheon 2009.

Dave Davis Kunstfigur Motombo Umbokko stammt aus dem fiktiven Land Nfuddu und lebt als Flüchtling von der Abschiebung bedroht in Deutschland.

Weil Motombos Onkel, Chefredakteur der Geschwätzigen Antilope, in Nfuddu einen investigativen Artikel über den korrupten und machtversessenen Präsidenten Zugabe (Anspielung auf Mugabe) geschrieben hatte, steckte Zugabes Geheimpolizei Onkel Mandingo in eine Gummizelle, wo er sich schlussendlich den Kopf „abradierte”. Motombo flüchtete nach Deutschland und wurde nach einigen Zwischenstationen Toilettenmann.
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