„Esperanto estas pli rapide lernebla ol aliaj lingvoj“

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Ein Vortrag, ein Anfängerkurs und ein Konzert rund um eine weit verbreitete Plansprache gibt es ab dem 29. Dezember in der Jugendherberge Nideggen. Foto: imago/imagebroker

Nideggen. Keine Sorge. Unser Rechtschreibprogramm spielt nicht verrückt, und wir Ihnen keinen Streich. Die Überschrift über diesem Artikel ist in Esperanto verfasst und bedeutet übersetzt: „Esperanto kann man schneller lernen als andere Sprachen“.

Bis heute ist Esperanto die einzige weit verbreitete Plansprache auf der Welt. Esperanto wurde 1887 von Ludwig Zamenhof veröffentlicht und wird heute von über einer Million Menschen in 120 Ländern gesprochen. In der Nideggener Jugendherberge veranstaltet der Deutsche Esperanto Bund seine Silvesterfeier und bietet in diesem Rahmen auch ein umfangreiches Programm für diejenigen an, die Interesse an der internationalen Sprache haben.

Los geht es am Dienstag, 29. Dezember, um 10 Uhr mit einem Infovortrag unter dem Motto „Was ist Esperanto und wo kann man es anwenden?“. Anschließend besteht die Möglichkeit, an einem Anfängerkurs (vier Einheiten am 29. und 30. Dezember) teilzunehmen.

Der Schwerpunkt des Kurses liegt auf der gesprochenen Sprache: Die Teilnehmer lernen, sich vorzustellen und über Interessen und Hobbys zu reden. In den vier Doppelstunden werden der größte Teil der Grammatik und das einfache Wortbildungssystem von Esperanto vorgestellt und geübt.

Es gibt auch Aktivitäten und Tipps zum Vokabellernen, Spiele und einige Lieder – und das alles in lockerer Atmosphäre. Nach dem Kurs sind die aktiven Teilnehmer in der Lage, einfache Gespräche in Esperanto zu führen und im Selbststudium – oder durch Anwendung – weiter zu lernen. Für den 29. Dezember ist zudem um 20 Uhr ein Konzert geplant: Zu Klaviermusik werden Lieder in mehreren Sprachen – darunter auch Esperanto – vorgetragen.

Davon werden die Teilnehmer des Kurses bereits einiges verstehen können, denn Esperanto hat gegenüber anderen Sprachen wesentliche Vorteile: Sie benutzt weitestgehend Grundwörter aus europäischen Sprachen und ist daher für Sprecher dieser Sprachen ohne großen Aufwand zu lernen. Aus nur rund 1000 Wörtern lassen sich mit Hilfe von 50 Vor- und Nachsilben alle Wörter bilden, die für Alltagsgespräche nötig sind. Die Grammatik kommt außerdem mit wenigen Regeln aus.

Unnötige Komplikationen – wie etwa die Endungsvielfalt bei den Verben im Lateinischen und Französischen – gibt es überhaupt nicht. Kurz gesagt: Esperanto ist auf Kommunikation optimiert und etwa zehn Mal schneller zu erlernen als eine zur Muttersprache verwandte Sprache. Die meisten Sprecher haben Esperanto in weniger als 100 Stunden soweit gelernt, dass sie sie im „Esperanto-Alltag“ anwenden können.

Für Vortrag und Konzert entstehen Kosten von je fünf Euro, die Gebühr für den Anfängerkurs beträgt 20 Euro. Interessenten können sich bei Alfred Schubert vom Deutschen Esperanto Bund, E-Mail: lb-gmbh@t-online.de oder unter Telefon 0881/9276482 anmelden.

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