Hürtgenwald/Nordeifel - Es wird keine Sekundarschule mit drei Standorten geben

Es wird keine Sekundarschule mit drei Standorten geben

Von: ess/sj
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Hürtgenwald/Nordeifel. Eine Sekundarschule in der von den Kommunen Hürtgenwald, Simmerath und Monschau erhofften Form wird es nicht geben.

Den Bürgermeistern wurde am Montagnachmittag im Schulministerium mitgeteilt, dass eine gemeinsame Schule mit drei Standorten und jeweils zwei Eingangsklassen im Schulgesetz des Landes nicht vorgesehen und folglich nicht genehmigungsfähig sei. Nach den Buchstaben des Gesetzes muss es einen dreizügigen Hauptstandort geben und einen zweizügigen Nebenstandort.

Weil jedoch keine der drei Kommunen als Schulstandort passen wollte, hatte die Bezirksregierung im vergangenen Dezember diese sogenannte Zwei-Zwei-Zwei-Lösung als Kompromiss ins Spiel gebracht. Die Projektgruppe „Bildung und Region” (Biregio) hatte bereits im Hinblick auf den demografischen Wandel Befürchtungen geäußert, dass das Schulkonstrukt wegen sinkender Schülerzahlen nur schwer realisierbar sei.

„Wir hatten schon gehofft, dass der Kompromiss umsetzbar ist”, verhehlte Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns seine Enttäuschung nicht. Damit liegt das schulpolitische Projekt zunächst auf Eis. Hermanns richtet den Blick nach vorne und mahnt eine „zeitnahe gemeinsame Lösung unabhängig von Schulstandorten” an. Die Sekundarschule solle zum Beginn des Schuljahres 2013/2014 ihre Arbeit aufnehmen.

Nach dem Schulfrieden müsse es einen tragfähigen Schulkonsens in der Eifel geben, signalisierte der Simmerather Verwaltungschef Gesprächsbereitschaft. Die dürfte Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter erwidern, die auch eine „Lösung mit allen drei Standorten” nicht mehr sieht. Die Stadt Monschau werde jetzt zunächst einmal abwarten, wie sich die Gemeinde Simmerath positioniere: Kommt sie auf Monschau zu oder bevorzugt sie eine Zusammenarbeit mit Hürtgenwald? Margareta Ritter: „Wir sehen dann, ob Simmerath mit uns weiter an einem Strang ziehen will.”

„Das Schulministerium hat uns einen Strauß an neuen Optionen gegeben”, sagte Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch unserer Zeitung. Über Details könne er derzeit aber noch keine Auskünfte geben. „Ich habe schon einige Ideen”, sagte er mit Blick auf die künftige Gestaltung der Schullandschaft. Zunächst möchte der Bürgermeister am Donnerstag aber den Rat der Gemeinde über die aktuellen Entwicklungen und das Gespräch in Düsseldorf informieren.
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