Es geht um junge Menschen, die nicht lesen können

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In der Dürener Stadtbücherei trafen sich die Teilnehmer des runden Tisches zur Leseförderung.

Düren. Kinder sollten so früh wie möglich und nachhaltig das Lesen lernen. Das ist das Anliegen eines runden Tisches zur Leseförderung, der sich auf Einladung der Bürgerstiftung Düren gebildet hatte und vergangene Woche erstmalig in der Dürener Stadtbücherei zusammentraf.

Es war anschaulich, dort zu tagen, wo doch für Kinder und Jugendliche allein etwa 20.000 Bücher und andere Medien zur Auswahl stehen. Das Angebot werde gut angenommen, berichtete Inhaberin Kuni Nellessen.

Kummer würden dem runden Tisch jedoch die Jungen und Mädchen bereiten, die Leseprobleme hätten beziehungsweise die Inhalte nicht verstehen und daher nicht den Weg in eine Bibliothek finden würden. Für die Initiatoren der Leseförderung sei es nicht schwer, sich die Folgen einer solchen Einschränkung vorzustellen: In einer immer „stärker organisierten und technisierten Welt“ müsse man nicht nur privat, sondern vor allem auch im Berufsleben lesen und schreiben können.

Sonst gerate man schnell an den Rand der Gesellschaft mit allen menschlichen und finanziellen Folgen. Die Bürgerstiftung zitierte in ihrer Einladung daher Ludwig Wittgensteins Worte: „Die Grenzen deiner Sprache sind die Grenzen deiner Welt“. Die 20 Teilnehmer des runden Tisches vertraten zwölf Organisationen und Einzelinitiativen.

Angefangen bei privaten Zusammenschlüssen bis hin zu Leseclubs in der Stadtbücherei, im Jugendamt und in der Kreisverwaltung sowie einen Kinderbuchverlag. Gemeinsam ist ihnen die Aufgabe, möglichst durch individuelle Einzelförderung, Kindern, die etwa durch Migration, soziale Herkunft oder andere Umstände benachteiligt seien, das Lesen und Schreiben beizubringen.

Große Herausforderung

Der runde Tisch will die Aktivitäten in der Leseförderung bekannter machen, untereinander Erfahrungen austauschen oder Probleme erkennen. Und wenn möglich wolle man die Zusammenarbeit stärker koordinieren sowie weitere ehrenamtlich Tätige gewinnen.

Es gebe in Düren zusammengezählt bereits über einhundert ehrenamtliche Mentoren und Lesepaten bei allen teilnehmenden Institutionen. Angesichts der Größe der Herausforderung werden noch mehr Menschen gesucht. Unter Leitung der Bürgerstiftung wollen die Teilnehmer des runden Tisches erneut zusammentreffen.

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